Aufruf zur Solidarität: Newroz ist auch unser Newroz!

Aus aktuellem Anlass unterstützt Kritische Geographie Berlin e.V. den untenstehenden Aufruf “Newroz ist auch unser Newroz”. Mehr Informationen gibt es bei Civaka Azad.

Newroz ist auch unser Newroz!

Jedes Jahr feiert die kurdische Bewegung in Deutschland Newroz, dieses Jahr in Hannover. Doch die Polizei wollte Newroz verbieten. Vor diesem Hintergrund hat das Demokratische Gesellschaftszentrum der Kurdinnen und Kurden in Deutschland (NAV-DEM) die Anmeldung zurückgezogen. Wir aber haben eine Demonstration zu Newroz angemeldet. Denn: Newroz, das ist ein Neujahrsfest der Menschen im Nahen- und Mittleren Osten. Newroz, das ist das Fest des Widerstands für Demokratie, Freiheit und Frieden. Newroz das ist eine große Feier, ein Fest der Kulturen. Spätestens mit dem Kampf der kurdischen Bewegung gegen den Islamischen Staat, ist Newroz auch die Sache aller fortschrittlichen und demokratischen Menschen dieser Erde. Newroz ist auch unser Newroz.

Dieses Jahr findet Newroz vor dem Hintergrund des völkerrechtswidrigen Angriffs der Türkei auf den nordsyrischen Kanton Afrin statt. Afrin ist eines der drei demokratisch selbstverwalteten Gebiete, die die Demokratische Föderation Nordsyrien umfasst. Seit 2012 wird hier das Projekt des Demokratischen Konföderalismus trotz Krieg und Embargo aufgebaut. Dieses strebt die gleichberechtigte Selbstverwaltung und demokratische Selbstbestimmung von Ethnien, Religionen und Geschlechtern an. Unter der Führung von Frauen findet ein Aufbruch statt, der für die gesamte Region richtungsweisend sein und ein Lösungsmodell für jahrzehntealte Konflikte darstellen kann. Dieses Projekt, das Hoffnung auf ein friedliches und demokratisches Syrien macht und einen positiven Effekt auf die gesamte Region haben kann, verdient unsere Unterstützung.

Doch, anstatt diesen Krieg zu verurteilen, hat die Bundesregierung nichts Besseres zu tun, hier Protest als terroristisch zu diffamieren. Wir fragen, was unterscheidet die Bundesrepublik von der Türkei, wenn sie selbst eine kulturelle Feier, wie Newroz verbieten lässt.

Um unserer Solidarität Nachdruck zur verleihen, rufen wir dazu auf, gemeinsam am Samstag, den 17. März 2018 in Hannover zu demonstrieren. Kommt alle!

Veranstaltungshinweis: Was stärkt die Menschenrechte in der Türkei?

Zum Jahrestag der Inhaftierung von Deniz Yücel gibt es im “SO36” in Berlin-Kreuzberg am Dienstag, dem 27. Februar 2018 um 19 Uhr eine Diskussionveranstaltung. Es diskutieren der Schriftsteller Doğan Akhanlı, die Sozialwissenschaftlerin Nil Mutluer und die Rechtswissenschaftlerin Esra Demir. Die Veranstaltung wird organisiert vom Freundeskreis #FreeDeniz und der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Mehr Informationen zur Veranstaltung gibt es hier.

Veranstaltungshinweis: “Der Berliner Immobilienmarkt” am 14. Februar 2018

Steigende Mieten, Zwangsräumungen und Verdrängung aus der Innenstadt sind bestimmende Themen der Berliner Stadtentwicklung. Die Hintergründe dieser Entwicklung beleuchtet die Veranstaltung zum Thema “Berliner Immobilienmarkt” am 14. Februar 2018 um 19 Uhr bei der “Hellen Panke” in der Kopenhagener Straße 9. Der Journalist Christoph Trautvetter berichtet von aktuellen Entwicklungen auf dem Berliner Immobilienmarkt, die Rolle internationaler Finanzmärkte, anonymer Investoren und Steueroasen. Mehr Informationen gibt es bei der “Hellen Panke“.

Neuerscheinung: Raumproduktionen II

Elf Jahre nach Erscheinen des Bandes “Raumproduktionen” liegt mit “Raumproduktionen II” ein zweiter Band vor, der ältere und neuere Theorieangebote aus einer kritisch-materialistischen Perspektive miteinander in Dialog bringt. Die Beiträge behandeln Themen wie  Infrastruktur, feministischer Materialismus, Umwelt, Planung, Urban Citizenship, Protest, Marketization, Big Data und Southern Theory. Das Inhaltsverhältnis und eine Leseprobe gibt es beim Verlag Westfälisches Dampfboot

Call for Participation: Forschungswerkstatt Kritische Geographie 2018

 

Zur Forschungswerkstatt Kritische Geographie, die vom 14. bis 17. Juni 2018 in Frankurt am Main stattfindet, gibt es einen Call for Participation. Zu den drei thematischen Schwerpunkten “Neo-Nationalismus und die Neue Rechte”, “Kritische Geographie braucht (queer-)Feminismus!” und”Bildet Kritische Geographien!” sind Beiträge sind jedoch aus allen Bereichen der Kritischen Geographie willkommen. Bis zum 28. Februar 2018 können Beiträge an fowe18@protonmail.com geschickt werden. Weitere Informationen zur Forschungswerkstatt gibt es hier.

 

Veranstaltungshinweis: Görlitzer Park im Gegenlicht – Gespräche über Nachbarschaft, Skandalbilder und Politiken

Anlässlich der Finissage der Ausstellung „Andere Heimaten. Herkunft un Migrationsrouten von Drogenverkäufern in Berliner Parks“ findet am Sonntag, dem 14. Januar 2018 um 17 Uhr in der Dachetage des Friedrichshain-Kreuzberg Museums eine Diskussionsveranstaltung statt. Jenseits des Blicks auf den Görlitzer Bahnhofs als “gefährlicher Ort” diskutiert die Veranstaltung Fragen wie knappe öffentliche Mittel, die Gentrifizierung von Kreuzeberg, die Verdrängung von Mieter*innen. Hierzu sind eingeladen:

  • Florian Fleischmann: Gründungsrat für den Parkrat des Görlitzer Parks
  • Cengiz Demirci: Parkmanager (angefragt)
  • Clara Herrmann: Kulturstadträtin Friedrichshain-Kreuzberg (angefragt)
  • Stefan Höhne: TU Berlin, Center for Metropolitan Studies
  • Moderation: Shelly Kupferberg, freie Journalistin

Mehr Informationen zur Veranstaltung gibt es hier.

 

Veranstaltungsreihe “DAS ROTE BERLIN. Strategien für eine sozialistische Stadt”

Vor dem aktuellen Hintergrund steigender Mieten, aber auch den Versprechen des rot-rot-grünen Senats organisiert die “Interventionistische Linke” eine Veranstaltungsreihe, die verschiedene Perspektiven auf eine konsequent soziale Wohnungspolitik in Berlin entwickelt. Zu den Themen “Rekommunalisierung, Enteignung, Vergesellschaftung”, “Demokratisierung und neue Gemeinnützigkeit” sowie “Strategien gegen die Marktwirtschaft” finden jeweils im “Aquarium” in der Skalitzer Straße 6, direkt am U-Bahnhof Kottbusser Tor, Diskussionsveranstaltungen statt. Zum Abschluss der Reihe wird eine Broschüre veröffentlicht. Mehr Informationen und die Termine der einzelnen Veranstaltungen gibt es hier.

Veranstaltungshinweis: Die Zukunft unserer Städte. Luxemburg Lecture von Evgeny Morozov

“Smart Cities” sind ein viel benutztes Schlagwort, wenn es darum geht, Städte angeblich nachhaltiger, demokratischer und sozialer zu gestalten. Doch hinter Konzepten und Strategien für “smarte” Städte verbergen sich häufig, Maßnahmen von Kontrolle und Überwachung. So stellt sich immer dringender die Frage danach, wie digitale Technologien demokratisch gestaltet werden können. Aufbauend auf die demnächst erscheinende Studie “Die smarte Stadt neu denken. Wie urbane Technologien demokratisiert werden können» von Evgeny Morozov und Francesca Bria findet am Montag, dem 4. Dezember 2017 um 19 Uhr die Luxemburg Lecture “Die Zukunft unserer Städte. Smart Cities zwischen Datenextraktivismus und Rekommunalisierung” mit Evgeny Morozov statt. Die Lecture findet im “CRCLR Circular Economy House” in der Rollbergstraße 26 in Berlin-Neukölln statt. Mehr Informationen zur Veranstaltung gibt es bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Kiezspaziergang am 25.11.:Schöneberg 4.0 – Smart, vernetzt, innovativ & shared: Diese und andere urbane Realitäten und Visionen

  • Samstag, 25.11.2017
  • Zeitpunkt: 13.00 Uhr
  • Treffpunkt: S-Bhf. Julius-Leber-Brücke
  • Veranstalter: NaturFreunde Berlin in Zusammenarbeit mit Kritische Geographie Berlin

 

Die Digitalisierung wird vielfach in Wissenschaft, Politik und Medien als gesellschaftliche Umbruchssituation dargestellt. Es wird von der vierten industriellen Revolution gesprochen (4.0). Damit Städte wie Berlin im internationalen Wettbewerb um Innovationen bestehen können, werden neben Kreativitäts- auch vermehrt Smart-City-Konzeptionen als zukunftstaugliche (neoliberale)Wachstumsmotoren diskutiert und daraus Elemente zur Förderung einer digitalen Vernetzung in Bereichen Mobilität, Umwelt, Konsum, der Verwaltung erprobt und implementiert. Die Digitalisierung beeinflusst sämtliche Bereiche unseres Alltags, die Wirtschaftsweisen und die Arbeitsorganisation. Auch in Schöneberg tauchen rund um die Digitalisierung neue, vor allem private, Unternehmen (EUREF), Labs und Akteur_innen auf und wollen die Zukunft der Städte mitgestalten, beeinflussen und offene Märkte erobern.

Ziel des Kiezspaziergangs ist, ein Bild des derzeitigen Status Quo vom „digitalen Schöneberg“ aufzuzeigen und mögliche Trends (Co-Working und Co –Living-, Sharing-Konzepte, Start-up Szene) aufzuspüren. Es sollen Visionen, Vorstellungen und Motivationen hinter den digitalen Praktiken vorgestellt und welche möglichen Ausschlüsse und Zugänge als Konsequenz dieser Entwicklung folgen könnten, diskutiert werden. Darüber hinaus werden die Teilnehmenden des Kiezspaziergang  eingeladen, ihre Vorstellungen und Wünsche einer zukünftigen Stadt zu äußern, um urbane Herausforderungen und mögliche Ideen zur zukünftigen Stadt herauszustellen.

Kostenbeitrag der Touren: 2,50 Euro/Mitglieder der NaturFreunde frei

 

Ansprechpartnerin: Dr. Christine Scherzinger

Neuerscheinung: suburban-Schwerpunktheft “Stadt der Reproduktion”

Die neue Ausgabe der “suburban” ist online. Schwerpunkt der Ausgabe ist die “Staft der Reproduktion” mit Beiträgen zur Ökonomisierung und Prekarisierung gesellschaftlicher Reproduktion sowie Raumproduktionen von Frauen, MigrantInnen, Queers und rassifizierten Menschen. Darüber hinaus gibt es eine Debatte zum Dolores Haydens Text zur nicht-sexistischen Stadt, Magazinbeiträge, Veranstaltungsberichte und Rezensionen. Wie immer, sind alle Beiträge online frei verfügbar.