Oct 26

Kiezspaziergang am 28.10.2017: Mediaspree Reloaded – Neue Investorenträume, Profitversprechen und Konfliktzonen

Der große Protest um Mediaspree ist fast verstummt. Schrittweise füllen sich am nördlichen Spreeufer die letzten Baulücken, Teile der Mauerreste werden für Luxus-Wohnträume entfernt und die großen Investorenträume werden immer sichtbarer.

Weiter südlich drängen neue Investitionspläne in die Kreuzberger Wohnkieze. Der Google Campus, das Zalando Neubauprojekt auf der Cuvrybrache oder die Firmenzentrale von Deliveroo sind Manifestierungen einer neuen Arbeitswelt, die den Alltag der Stadt zunehmend bestimmt. Während Selbstverwirklichung, Flexibilität und Kreativität in der Industrie 4.0 angepriesen werden, bedeutet sie auf der Kehrseite oft Entgrenzung, Deregulierung und Ausbeutung.
Gleichzeitig gefährdet der Run auf die existierenden Gewerbeflächen in einigen Gewerbehöfen die langjähige Mieterschaft und verdrängt dort soziale Projekte, Künstlerateliers und Bildungseinrichtungen. Mit diesen neuen Akteuren im Kiez müssen sich nicht nur Proteste um Recht auf Stadt-, Wohn- und Gewerberaum, sondern auch Arbeitskämpfe komplett neu formieren.

Als Erweiterung der vergangenen Stadtspaziergänge zur Media Spree wollen wir in diesem Jahr  an verschiedenen Stationen zwischen Spree und Landwehrkanal die aktuellen Ausprägungen neuer Arbeitsformen und Kämpfe um Arbeit sowie die künftigen Auswirkungen auf die Kieze diskutieren.

 

Kritische Geographie Berlin e.V. in Kooperation mit Naturfreunde Berlin e.V.; Kosten 2,50 €, Naturfreunde frei

 

Datum: 28.10.2017
Treffpunkt: U-Bhf. Schlesisches Tor / Ecke Bevernstr

(May-Ayim-Ufer unter der Roten Laterne)
Zeit: 13.00 Uhr
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Ansprechperson: Valentin Domann und Nils Grube

Sep 18

Kiezspaziergang am 30.09.2017: Kiezkämpfe und Protestkunst in Kreuzberg

 

Kreuzberg ist seit Jahren Austragungsort unterschiedlichster gesellschaftlicher Konflikte und Kämpfe und steht exemplarisch für die gegenwärtigen Konflikte um Aufwertung und Verdrängung in Berlin. Künstlerische Interventionen im urbanen Raum waren und sind dabei oftmals Ausdruck sowie beliebtes Mittel der Kommunikation von Protest, um politischen Forderungen Ausdruck zu verleihen und Stadtraum anzueignen und mitzugestalten. Bis heute sind diese künstlerischen und politischen Aneignungen von Gebäudefassaden zentraler Bestandteil des Erscheinungsbildes des Bezirks und tragen nicht zu Letzt auch zu dessen hippem, kreativem Image bei, welches gerne im Zuge von unternehmerischen Stadtpolitikstrategien vermarktet wird.

Dieser Kiezspaziergang führt zurück in die Anfangszeiten von künstlerischen urbanen Aktivismus im öffentlichen Raum in Kreuzberg und thematisiert dabei vergangene und aktuelle Konflikte im Bezirk. Dabei gehen wir auf die Suche nach alten Hausbesetzer_innen-Graffiti, Wandbildern aus den wilden Neunzigerjahren und Graffiti- und Streetart-Pieces, die im Kontext aktueller Kämpfe entstanden sind.

Veranstalter: Kritische Geographie Berlin e.V. und Naturfreunde Berlin e.V. 

Kosten 2,50 €, Naturfreunde frei
Datum: 30.09.2017
Treffpunkt: Naunynstraße / Manteuffelstraße
(nahe U-Bhf. Görlitzer Bahnhof)
Zeit: 13:00 Uhr
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Ansprechpartner*innen: Caro und Matze

Kontakt für Fragen und Anmerkungen: info[at]orangotango.info

Jul 11

Neuerscheinungen zur Krise der Wohnungspolitik

Zur Krise der Wohnungspolitik und möglichen Vorschlägen für eine soziale Versorgung mit Wohnraum gibt es gleich drei Neuerscheinungen.Argumente-Wohnen
Bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung erschien die Studie “Muss Wohnen immer teurer werden? Mythen und Behauptungen über Wohnen, Mieten, Kaufen” von Andrej Holm. Die Studie ist online frei verfügbar.

Der Band “Wohnraum dem Markt entziehen? Wohnungspolitik und städtische soziale Bewegungen in Frankfurt und Tel Aviv” von Sebastian Schipper erschien beim Verlag Springer VS in der Reihe “Stadt, Raum und Gesellschaft”.

Barbara Schönig, Justin Kadi und Sebastian Schipper gaben den Sammelband “Wohnraum für alle?! Perspektiven auf Planung, Politik und Architektur” heraus, mehr Infos zu diesem Buch gibt es beim transcript-Verlag.

Jul 10

Neue Studie zur Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge

Die Heinrich-Böll-Stiftung und GiB haben eine neue Studie: „Gemeinwohl als Zukunftsaufgabe – Öffentliche Infrastrukturen zwischen Daseinsvorsorge und Finanzmärkten“ veröffentlicht. Im Nachgang des G20 Gipfels in Hamburg lassen sich dort die aktuellen Entwicklungen öffentlich-privater Partnerschaften in Deutschland und die Zusammenhänge zwischen G20-Infrastrukturpolitik und globaler Ungleichheiten nachvollziehen.

Hier gibt es die Studie zum Download.

Jul 10

Kiezspaziergang am 29.07.2017: Wem gehört die Nacht? – (Neue) Geographien der 24/7 Stadt

Bei der kleinen Nachtexkursion nähern wir uns gemeinsam den verschiedenen Formen der Stadtnacht und den um sie herum aufkommenden Konflikten. Hierzu werden wir uns in den Südkiez Friedrichshain begeben. Denn gerade hier prallt besonders heftig der Wunsch nach geregeltem innerstädtischem Wohnen alter und neue Urbaniten auf die Sehnsüchte vieler junger Nachttourist*innen und Easyjetsetter nach erlebnisreichen Abenden im berühmtberüchtigten Berliner Nachtleben. In dunklen Randzonen und pulsierenden Kerngebieten wollen wir auch mögliche politische Regulierungsmaßnahmen diskutieren und zuguterletzt auch prüfen, wie grau die Katzen nachts wirklich sind.

Treffpunkt wird sein um 21:00 Uhr am S-Bahnhof Ostkreuz, Ausgang Sonntagstraße (Treffpunkt: Gegenüber der Sonntagstraße 1). Die Tour wird ca. 2 Stunden in Anspruch nehmen.

Noch mehr Infos findet ihr hier

Veranstalter: Kritische Geographie Berlin e.V. und Naturfreunde Berlin e.V. 

Kosten 2,50 €, Naturfreunde frei
Datum: 29.07.2017
Treffpunkt: S-Bahnhof Ostkreuz, Ausgang Sonntagstraße (gegenüber der Sonntagstraße 1)
Zeit: 21:00 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Ansprechpersonen: Nils Grube

May 31

Neuerscheinung: Neue Wohnungsgemeinnützigkeit. Voraussetzungen, Modelle und erwartete Effekte

Bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist die Studie “Neue Wohnungsgemeinnützigkeit. Voraussetzungen, Modelle und erwartete Effekte” von Andrej Holm, Sabine Horlitz und Inga Jensen erschienen. Darin wird die Debatte zur “Neuen Wohnungsgemeinnützigkeit” aufgegriffen und stellt Instrumente für eine soziale Wohnungspolitik vor. Die Studie ist online frei verfügbar.

May 31

G20 Action Days Berlin | Berliner Aktionstage gegen die Welt der G20

Um die Mobilisierung gegen den G20-Gipfel in Hamburg zu unterstützen, finden vom 2. bis 13. Juni 2017 die “Berliner Aktionstage gegen die Welt der G20” statt. Während der Aktionstage wird es Veranstaltungen, Kundgebungen, eine politische Ringbahnfahrt und eine Demo geben. Mehr Informationen und das gesamte Programm sind hier abzurufen.

May 23

Forschungswerkstatt Kritische Geographie in Bremen

Das Programm für  die diesjährige Forschungswerkstatt vom 15. bis 18. Juni in Bremen ist online. Neben Open Spaces, Workshops, u.a. zu Anarchistischer Geographie und gesellschaftlichen Naturverhältnissen von unten, gibt es einen postkolonialen Stadtrundgang durch Bremen. Am Anfang der Forschungswerkstatt steht ein Keynote-Vortrag von Simon Springer. Mehr Informationen gibt es bei Kritische Geographie Bremen.

May 23

Kiezspaziergang am 24.06.2017: Rund um Rütli – Bildung und Stadtentwicklung

Die Exkursion am 24.06.2017 kreist räumlich wie auch thematisch „Rund um Rütli”  Thematisiert wird der Zusammenhang zwischen Bildung und Stadtentwicklung im Neuköllner Reuterkiez. Bildung gilt als Schlüssel zu mehr sozialer Gerechtigkeit und ist daher besonders in sozial benachteiligten Kiezen mit hohen Erwartungen verbunden. Gleichzeitig spielt das Bildungsangebot eine wichtig Rolle, um den Wegzug alternativer Mittelschichtsfamilien aus Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf zurm Zeitpunkt der Einschulung zu verhindern und Prozesse der sozialen Aufwertung zu stabilisieren.

Ausgehend vom „Campus Rütli” werden die Entstehung des Rütli-Skandals, die Erwartungen an lokale Bildunsgprojekte und ihre Auswirkungen in der Praxis nachverfolgt.

Veranstalter: Kritische Geographie Berlin e.V. und Naturfreunde Berlin e.V. 

Kosten 2,50 €, Naturfreunde frei
Datum: 24.06.2017
Treffpunkt: U-Bhf. Hermannplatz (auf dem Platz)
Zeit: 13:00 Uhr
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Ansprechpersonen: Anika Duveneck

May 23

Kongress der Kritischen Geographie, Tübingen [29.09. – 01.10.2017]

Call for Participation für den Kongress der Kritischen Geographie in Tübingen vom 29.09. – 01.10.2017.
[Ort: InFö e.V., Mauerstraße 2, 72070 Tübingen]

Der Kongress der Kritischen Geographie (KKG) wird parallel zum Deutschen Kongress für Geographie (DKG, vom 30.09.-05.10.2017) in Tübingen stattfinden.

Mit dem KKG der Kritischen Geographie soll in ihrer Breite eine Plattform geschaffen werden, wo wir uns gemeinsam über die Geographien gesellschaftlicher Macht- und Herrschaftsverhältnisse austauschen können. Der KKG wird die Form einer Fachtagung annehmen, zugleich aber die neoliberalisierten Praxen der exzellenten Universität aufbrechen und diesen eine solidarische Form der Wissenschaft entgegenstellen. Es entstehen deshalb auch keine Teilnahmegebühren.

Wir streben jenseits des KKG im engeren Sinne ein gemeinsames Programm der Kritischen Geographie an, unabhängig davon, ob die einzelnen Sitzungen organisatorisch unter dem Dach des DKG oder des KKG stattfinden. Deshalb werden auch die Fachsitzungsleiter_innen auf dem DKG aufgerufen, die sich im Kontext der Kritischen Geographie verorten, die Details ihrer Sitzungen (Organisierende, Titel, Abstract, soweit schon bekannt Vorträge, Zeit & Ort) zu schicken. Das Programm wird sich an den timeslots des DKG orientieren, so dass ein Wechseln problemlos möglich sein wird. Am Fr., 29.09. ist abends ein Auftakt / Get together angedacht, die Sessions werden am Samstag & Sonntag stattfinden.

***Die bisher einegreichten Sessions könnt ihr auf der Webseite des KKG einsehen >>>. Entsprechende Beitragsangebote bitte direkt an die Sitzungsleiter*innen ***

 

 

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