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Großwohnsiedlung Marzahn – Randstädtisch ? Städtisch? Sozialer Wandel !

Wer kennt schon Marzahn? Weder Besucher noch Innenstadtbewohner aus Berlin verirren sich häufig in diesen Stadtteil, assoziiert wird er bestenfalls mit Cindy und schlechtestenfalls mit „der Platte“.

Eine Exkursion durch Marzahn ist daher an sich schon etwas ungewöhnliches, aber vor allem geht es hierbei darum sich mit der Geschichte einer auch politischen Peripherisierung und Marginalisierung auseinander zu setzen. Denn zu Zeiten der DDR war der Stadtteil als Wohnort beliebt, in diesem Sinne genoss er eine gewisse Zentralität, die nach der Wende rasch in eine Peripherisierung ja gar Stigmatisierung umschlug. So gesehen hat Marzahn den umgekehrten Prozess wie Kreuzberg 36 durchgemacht (siehe Exkursion zu Kreuzberg 36). Teil dieser Stigmatisierung sind auch die vielen Vorurteile wie Plattenbau, Grau, Betonwüste, Kriminalität, DDR-Romantiker, die aber häufig nicht an die Realität herankommen. Die Exkursion soll zum einen diese Vorurteile hinterfragen, ohne die Probleme außen vor zu lassen oder gar zu romantisieren. Dazu gehören Fragen wie zum Beispiel wie grün Marzahn ist oder auch die Frage nach der Siedlungsstruktur – ja, Marzahn ist nicht nur Platte. Außerdem soll die Frage des sozialen Wandels in Zusammenhang mit der Privatisierung und Zerschlagung der Wohnungsbaukombinate (WBK) dargestellt werden. Ziel ist es von Marzahn ein facettenreicheres Bild zu zeichnen als es meist geschieht und die Ursachen und Folgen einer urbanen Peripherisierung aufzuzeigen.

Datum: 14.9.2013
Treffpunkt: Tramhaltestelle Alt-Marzahn (M8, 18)
Zeit: 14.00 Uhr
Dauer: Ca. 2,5-3 Stunden
Ansprechpersonen Fabian Brettel fabian.brettel@web.de