Vernetzungstreffen Feministische Geographien

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Berlin, 28.-30. April 2022 

Wir, eine Gruppe von Studierenden, Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen, organisieren das nächste Vernetzungstreffen der feministischen Geographien. Die Fachtagung steht in der langen Tradition der „Vernetzungstreffen Feministische Geographien“ des Arbeitskreises Feministische Geographien der Deutschen Gesellschaft für Geographie. Seit 1988 werden diese an wechselnden Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz veranstaltet. Das nächste Treffen findet vom 28.-30.4.2022 in Berlin statt. Wir möchten uns gemeinsam weiter vernetzen, voneinander lernen und neue Sichtweisen entdecken. Mit dem Ziel, eine Debatte über die vielfältigen Perspektiven und Methoden der feministischen Geographie anzustoßen, laden wir Euch dazu ein, aktiv daran mitzuwirken. Gerne möchten wir alternative Konzepte ausprobieren und ein Programm zusammenstellen, das ausdrücklich für aktivistische und künstlerische Herangehensweisen offen ist (z.B. Workshops, Diskussionsrunden, Lesekreise, Spaziergänge oder Ausstellungen…). 

Erschütterungen, Verschiebungen, Umbrüche: 
Perspektiven der Feministischen Geographien

In den zwei letzten Jahren wurde unsere Welt auf den Kopf gestellt. Die immer noch andauernde Pandemie hat die Sphären von Privatem und Öffentlichem verschoben sowie Krank-sein und (Care-)Arbeit drastisch verändert. Das Zusammenleben, Verräumlichung und Mobilität wurden neu strukturiert. Doch nicht nur der anhaltende pandemie-bedingte Ausnahmezustand, sondern auch die Zuspitzung der Klimakatastrophen weltweit, das Erstarken von nationalen Grenzsicherungen sowie eine globale Zunahme an Autoritarismus erschüttern unser Weltverständnis, verändern Machtbeziehungen und skizzieren eine neue Welt des gesundheitlichen, privaten und politischen Ausnahmezustands.

  • Welche Analysen und Erklärungen bieten die feministischen Geographien an?
  •  Wie lassen sich durch feministische Perspektiven andere Herangehensweisen für derzeitige Probleme finden, die nicht alte Ungleichheitsstrukturen noch verschärfen, sondern diese “erschüttern”? Wie werden sie durch diese neuen Umstände herausgefordert? 
  • Welchen konkreten Beitrag können zum Beispiel intersektionale, queere oder anti-ableistische Ansätze für die feministische Forschungspraxis leisten? 
  • Welche Konzepte, Theorien, Methoden, Reflexivität können Forschungspraxis und Theorie umsetzen? Reicht es denn heute noch, wenn die Geographie “nur” feministisch ist? 

Wir laden dazu ein, diese und weitere Fragen aufzugreifen und gemeinsam mit uns zu diskutieren. Gerne möchten wir hierfür über klassische Formate hinausgehen und Raum für alternative Konzepte schaffen, die den Austausch von Erfahrungen sowie Diskussionen ermöglichen und gleichzeitig gemeinsam mögliche Machtbeziehungen im Blick behalten. 

Bis zum 04.02.2022 könnt Ihr eure Ideen für das anstehende Vernetzungstreffen einbringen. Neben einer kurzen inhaltlichen Beschreibung (max. 500 Wörter) sollte unbedingt auch das Format skizziert werden (Länge, Anzahl von Teilnehmer*innen, benötigte Materialien, etc.). Beschreibt gerne kurz, inwiefern Euer Konzept einen inklusiven, möglichst hierarchiearmen Austausch ermöglicht. Sendet Eure Vorschläge an: femgeo@riseup.net

Wir möchten eine möglichst barrierearme Veranstaltung organisieren, und werden uns insbesondere um  Berollbarkeit, ggf. Ruheraum, Awareness, Kinderbetreuung, flexible Teilnahmebeiträge sowie um Übersetzungen (Englisch/Deutsch, Deutsche Gebärdensprache) bemühen. Teilt uns bitte bis zum 15.01. mit, wenn ihr eine Übersetzung (Englisch/DGS) oder eine weitere Art der Reduktion von Barrieren wünscht

Die Anmeldung zur Teilnahme wird ab Ende Januar möglich sein.

Bei Fragen erreicht ihr uns über femgeo@riseup.net

Wir sind gespannt auf eure Beiträge und freuen uns auf den gemeinsamen Austausch!

Symposium Feminist Geographies

Berlin, 28-30 April 2022 

We, a group of students, activists and academics, are organising the next networking meeting of the Working Group Feminist Geographies of the German Geographical Association. The meeting will take place from 28-30 April 2022 in Berlin. The aim of the meeting is to initiate a debate on current perspectives and methods in feminist geographies and to bring together a variety of disciplines. We would like to get to know each other, learn from each other, and discover new ways of looking at the world.

We invite you to actively participate by sending in your ideas and proposals for workshops and sessions. We would like to try out alternative concepts and put together a programme that is explicitly open to activist and artistic approaches (e.g. workshops, discussion groups, reading circles, walks or exhibitions…). 

Call for Contributions

Shocks, Turmoil and Transformations: Feminist Geographic Perspectives

Over the past two years, our world has been turned upside down. The still ongoing pandemic has re-drawn the boundaries between the private and public spheres and has drastically changed the realities of what it means to be sick and to care or be cared for. Social life in its previous spatialisation and mobilities has been restructured. In addition to the ongoing pandemic-related state of emergency, the intensification of climate catastrophes worldwide, the strengthening of border regimes and a global increase in authoritarianism also unsettle our understanding of the world. These events and phenomena change power relations and usher in a new world marked by health emergencies both individually and collectively. The following questions emerge:

  • What analyses and explanations do feminist geographies offer for these phenomena?
  • How can feminist perspectives provide other approaches to current problems that do not exacerbate old structures of inequality, but rather unsettle them? How does the new normal challenge tradtional feminist approaches in return? 
  • How can intersectional, queer, or anti-ableist approaches inform and shape a feminist research practice? 
  • What concepts, theories, methods, and reflexivity can we implement through our research practice and theorising? Put differently, is it still enough if geography is “merely” feminist? 

We invite you to take up these and other questions and discuss them with us. We would like to go beyond classic conference formats and create space for alternative concepts. We want to enable engaging discussions and be mindful of hierachies and power relations amongst participants.

Please submit your ideas for the upcoming symposium by February 4th 2022 to femgeo@riseup.net. In addition to a short description of the content of your session (max. 500 words), we ask you for a brief outline of the format (length, number of participants, materials required, etc.). Please let us know how you plan on fostering an inclusive environment during your session. 

We would like for the event to be as inclusive as possible. We seek to provide wheelchair access, a room to rest in if necessary, childcare, flexible participation fees and interpretation (English/German, German Sign Language DGS). Please let us know by 15 January if you require an interprester (English/DGS) or whether you need anything else to make the event accessible for you.

Registration will be possible from the end of January, cf. http://kritische-geographie-berlin.de/?p=1779

If you have any questions, feel free to reach out to us at femgeo@riseup.net

We are looking forward to your submissions!