Dec 05

Veranstaltungsreihe “DAS ROTE BERLIN. Strategien für eine sozialistische Stadt”

Vor dem aktuellen Hintergrund steigender Mieten, aber auch den Versprechen des rot-rot-grünen Senats organisiert die “Interventionistische Linke” eine Veranstaltungsreihe, die verschiedene Perspektiven auf eine konsequent soziale Wohnungspolitik in Berlin entwickelt. Zu den Themen “Rekommunalisierung, Enteignung, Vergesellschaftung”, “Demokratisierung und neue Gemeinnützigkeit” sowie “Strategien gegen die Marktwirtschaft” finden jeweils im “Aquarium” in der Skalitzer Straße 6, direkt am U-Bahnhof Kottbusser Tor, Diskussionsveranstaltungen statt. Zum Abschluss der Reihe wird eine Broschüre veröffentlicht. Mehr Informationen und die Termine der einzelnen Veranstaltungen gibt es hier.

Nov 26

Veranstaltungshinweis: Die Zukunft unserer Städte. Luxemburg Lecture von Evgeny Morozov

“Smart Cities” sind ein viel benutztes Schlagwort, wenn es darum geht, Städte angeblich nachhaltiger, demokratischer und sozialer zu gestalten. Doch hinter Konzepten und Strategien für “smarte” Städte verbergen sich häufig, Maßnahmen von Kontrolle und Überwachung. So stellt sich immer dringender die Frage danach, wie digitale Technologien demokratisch gestaltet werden können. Aufbauend auf die demnächst erscheinende Studie “Die smarte Stadt neu denken. Wie urbane Technologien demokratisiert werden können» von Evgeny Morozov und Francesca Bria findet am Montag, dem 4. Dezember 2017 um 19 Uhr die Luxemburg Lecture “Die Zukunft unserer Städte. Smart Cities zwischen Datenextraktivismus und Rekommunalisierung” mit Evgeny Morozov statt. Die Lecture findet im “CRCLR Circular Economy House” in der Rollbergstraße 26 in Berlin-Neukölln statt. Mehr Informationen zur Veranstaltung gibt es bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Nov 22

Kiezspaziergang am 25.11.:Schöneberg 4.0 – Smart, vernetzt, innovativ & shared: Diese und andere urbane Realitäten und Visionen

  • Samstag, 25.11.2017
  • Zeitpunkt: 13.00 Uhr
  • Treffpunkt: S-Bhf. Julius-Leber-Brücke
  • Veranstalter: NaturFreunde Berlin in Zusammenarbeit mit Kritische Geographie Berlin

 

Die Digitalisierung wird vielfach in Wissenschaft, Politik und Medien als gesellschaftliche Umbruchssituation dargestellt. Es wird von der vierten industriellen Revolution gesprochen (4.0). Damit Städte wie Berlin im internationalen Wettbewerb um Innovationen bestehen können, werden neben Kreativitäts- auch vermehrt Smart-City-Konzeptionen als zukunftstaugliche (neoliberale)Wachstumsmotoren diskutiert und daraus Elemente zur Förderung einer digitalen Vernetzung in Bereichen Mobilität, Umwelt, Konsum, der Verwaltung erprobt und implementiert. Die Digitalisierung beeinflusst sämtliche Bereiche unseres Alltags, die Wirtschaftsweisen und die Arbeitsorganisation. Auch in Schöneberg tauchen rund um die Digitalisierung neue, vor allem private, Unternehmen (EUREF), Labs und Akteur_innen auf und wollen die Zukunft der Städte mitgestalten, beeinflussen und offene Märkte erobern.

Ziel des Kiezspaziergangs ist, ein Bild des derzeitigen Status Quo vom „digitalen Schöneberg“ aufzuzeigen und mögliche Trends (Co-Working und Co –Living-, Sharing-Konzepte, Start-up Szene) aufzuspüren. Es sollen Visionen, Vorstellungen und Motivationen hinter den digitalen Praktiken vorgestellt und welche möglichen Ausschlüsse und Zugänge als Konsequenz dieser Entwicklung folgen könnten, diskutiert werden. Darüber hinaus werden die Teilnehmenden des Kiezspaziergang  eingeladen, ihre Vorstellungen und Wünsche einer zukünftigen Stadt zu äußern, um urbane Herausforderungen und mögliche Ideen zur zukünftigen Stadt herauszustellen.

Kostenbeitrag der Touren: 2,50 Euro/Mitglieder der NaturFreunde frei

 

Ansprechpartnerin: Dr. Christine Scherzinger

Nov 21

Neuerscheinung: suburban-Schwerpunktheft “Stadt der Reproduktion”

Die neue Ausgabe der “suburban” ist online. Schwerpunkt der Ausgabe ist die “Staft der Reproduktion” mit Beiträgen zur Ökonomisierung und Prekarisierung gesellschaftlicher Reproduktion sowie Raumproduktionen von Frauen, MigrantInnen, Queers und rassifizierten Menschen. Darüber hinaus gibt es eine Debatte zum Dolores Haydens Text zur nicht-sexistischen Stadt, Magazinbeiträge, Veranstaltungsberichte und Rezensionen. Wie immer, sind alle Beiträge online frei verfügbar.

 

Nov 14

Neuerscheinung: “Krisenproteste in Athen und Frankfurt” von Daniel Mullis

Ganz aktuell ist der Band “Krisenproteste in Athen und Frankfurt. Raumproduktionen der Politik zwischen Hegemonie und Moment” von Daniel Mullis in der Reihe “Raumproduktionen” beim Verlag Westfälisches Dampfboot erschienen. Aufbauend auf die Neuen Philosophien des Politischen von Ernesto Laclau und Chantal Mouffe sowie Jacques Rancière sowie die Über­legungen zur Produktion des Raumes von Henri Lefebvre untersucht Mullis in Athen den Dezemberaufstand 2008 sowie die Proteste gegen die Verein­barungen mit der Troika ab 2010 bis zur Wahl der ersten SYRIZA-Regierung im Januar 2015 nach und analysiert in Frankfurt am Main die Politiken des Blockupy-Bündnisses zwischen 2012 und 2015.

Mehr Informationen zum Buch und die Bestellmöglichkeit gibt es direkt beim Westfälischen Dampfboot. Eine Leseprobe mit der Analyse der Blockupy-Bewegung ist online verfügbar.

 

Nov 06

Tagung “30 Jahre Antifa in Ostdeutschland” am 1./2. Dezember 2017 in Potsdam

30 Jahre naAFA-Ost Tagung Flyerch der Gründung der ersten unabhängigen Antifa-Gruppen in der DDR erschien bereits vor einigen Monaten der Band “Antifa in Ostdeutschland. Perspektiven auf eine eigenständige Bewegung“. Daran anschließend organisieren AktivistInnen von damals und heute am 1. und 2. Dezember 2017 in Potsdam die Tagung “30 Jahre in Ostdeutschland. Rückblicke, Gegenwart und Diskussion“.  Themen der Tagung sind unter anderem Militanz und Repression, der Ost-West-Konflikt in der Antifa-Bewegung, feministische Kämpfe und Neubaugebiete & Nazis. Hier geht es zur Anmeldung für die Tagung.

Nov 06

CfP “Kritische Geographien ländlicher Entwicklung”

Für die Jahrestagung des AK Ländlicher Raum am 23./24. Februar 2018 in Kiel gibt es einen Call for Paper für eine Session zu “Kritische Geographien ländlicher Entwicklung“. Ziel der Session ist es, kritisch-geographische Ansätze auch für die Betrachtung ländlicher Räume fruchtbar zu machen. Abstracts können noch bis zum 30. November 2017 eingereicht werden.

Oct 26

Kiezspaziergang am 28.10.2017: Mediaspree Reloaded – Neue Investorenträume, Profitversprechen und Konfliktzonen

Der große Protest um Mediaspree ist fast verstummt. Schrittweise füllen sich am nördlichen Spreeufer die letzten Baulücken, Teile der Mauerreste werden für Luxus-Wohnträume entfernt und die großen Investorenträume werden immer sichtbarer.

Weiter südlich drängen neue Investitionspläne in die Kreuzberger Wohnkieze. Der Google Campus, das Zalando Neubauprojekt auf der Cuvrybrache oder die Firmenzentrale von Deliveroo sind Manifestierungen einer neuen Arbeitswelt, die den Alltag der Stadt zunehmend bestimmt. Während Selbstverwirklichung, Flexibilität und Kreativität in der Industrie 4.0 angepriesen werden, bedeutet sie auf der Kehrseite oft Entgrenzung, Deregulierung und Ausbeutung.
Gleichzeitig gefährdet der Run auf die existierenden Gewerbeflächen in einigen Gewerbehöfen die langjähige Mieterschaft und verdrängt dort soziale Projekte, Künstlerateliers und Bildungseinrichtungen. Mit diesen neuen Akteuren im Kiez müssen sich nicht nur Proteste um Recht auf Stadt-, Wohn- und Gewerberaum, sondern auch Arbeitskämpfe komplett neu formieren.

Als Erweiterung der vergangenen Stadtspaziergänge zur Media Spree wollen wir in diesem Jahr  an verschiedenen Stationen zwischen Spree und Landwehrkanal die aktuellen Ausprägungen neuer Arbeitsformen und Kämpfe um Arbeit sowie die künftigen Auswirkungen auf die Kieze diskutieren.

 

Kritische Geographie Berlin e.V. in Kooperation mit Naturfreunde Berlin e.V.; Kosten 2,50 €, Naturfreunde frei

 

Datum: 28.10.2017
Treffpunkt: U-Bhf. Schlesisches Tor / Ecke Bevernstr

(May-Ayim-Ufer unter der Roten Laterne)
Zeit: 13.00 Uhr
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Ansprechperson: Valentin Domann und Nils Grube

Sep 18

Kiezspaziergang am 30.09.2017: Kiezkämpfe und Protestkunst in Kreuzberg

 

Kreuzberg ist seit Jahren Austragungsort unterschiedlichster gesellschaftlicher Konflikte und Kämpfe und steht exemplarisch für die gegenwärtigen Konflikte um Aufwertung und Verdrängung in Berlin. Künstlerische Interventionen im urbanen Raum waren und sind dabei oftmals Ausdruck sowie beliebtes Mittel der Kommunikation von Protest, um politischen Forderungen Ausdruck zu verleihen und Stadtraum anzueignen und mitzugestalten. Bis heute sind diese künstlerischen und politischen Aneignungen von Gebäudefassaden zentraler Bestandteil des Erscheinungsbildes des Bezirks und tragen nicht zu Letzt auch zu dessen hippem, kreativem Image bei, welches gerne im Zuge von unternehmerischen Stadtpolitikstrategien vermarktet wird.

Dieser Kiezspaziergang führt zurück in die Anfangszeiten von künstlerischen urbanen Aktivismus im öffentlichen Raum in Kreuzberg und thematisiert dabei vergangene und aktuelle Konflikte im Bezirk. Dabei gehen wir auf die Suche nach alten Hausbesetzer_innen-Graffiti, Wandbildern aus den wilden Neunzigerjahren und Graffiti- und Streetart-Pieces, die im Kontext aktueller Kämpfe entstanden sind.

Veranstalter: Kritische Geographie Berlin e.V. und Naturfreunde Berlin e.V. 

Kosten 2,50 €, Naturfreunde frei
Datum: 30.09.2017
Treffpunkt: Naunynstraße / Manteuffelstraße
(nahe U-Bhf. Görlitzer Bahnhof)
Zeit: 13:00 Uhr
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Ansprechpartner*innen: Caro und Matze

Kontakt für Fragen und Anmerkungen: info[at]orangotango.info

Jul 11

Neuerscheinungen zur Krise der Wohnungspolitik

Zur Krise der Wohnungspolitik und möglichen Vorschlägen für eine soziale Versorgung mit Wohnraum gibt es gleich drei Neuerscheinungen.Argumente-Wohnen
Bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung erschien die Studie “Muss Wohnen immer teurer werden? Mythen und Behauptungen über Wohnen, Mieten, Kaufen” von Andrej Holm. Die Studie ist online frei verfügbar.

Der Band “Wohnraum dem Markt entziehen? Wohnungspolitik und städtische soziale Bewegungen in Frankfurt und Tel Aviv” von Sebastian Schipper erschien beim Verlag Springer VS in der Reihe “Stadt, Raum und Gesellschaft”.

Barbara Schönig, Justin Kadi und Sebastian Schipper gaben den Sammelband “Wohnraum für alle?! Perspektiven auf Planung, Politik und Architektur” heraus, mehr Infos zu diesem Buch gibt es beim transcript-Verlag.

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