May 22

Kiezspaziergang am 28.5.2016: Unsichtbares sichtbar machen: Experimentelle Streifzüge durch ein Schöneberg im Wandlungsprozess

Irritationen, Verfremdung, Fake und Urban Hacking werden als künstlerische (subversive) Strategien genannt, um Selbstverständliches, materiell Eingeschriebenes und Gewohntes im urbanen Stadtraum zu hinterfragen und zu verändern. Diese Strategien gehen auf diverse Künstler*innengruppen zurück (Situationistische Internationale aus Frankreich, Dada aus Zürich, Fluxus etc.). Durch diese experimentellen Strategien sollen gesellschaftliche Verhältnisse und Machtstrukturen sichtbar gemacht und so im übertragenen Sinn Sehgewohnheiten verändert werden. Sie bieten dadurch ein Potential, sich der Komplexität des Stadtraums anzunähern, Visionen zu generieren und ihn gezielt anzueignen.  Bei dieser Exkursion werden kleine experimentelle Feldversuche erprobt. Wir suchen beispielsweise nach Indizien im Verborgenen, die auf einen Wandlungsprozess wie  u.a. von Verdrängungsprozesse, neue Arbeitsmärkte, geplante Bauprojekte, Akteur* innen in Schöneberg hindeuten. Aber auch an aktuellen stadtpolitischen und historischen Beispielen werden die unterschiedlichen Wechselwirkungen zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem diskutiert. Die Kombination aus Bekanntem und bislang nicht Wahrgenommenem sollen neue Perspektiven eröffnen und den urbanen Blick schärfen. Dieser experimentelle Umgang mit Stadtraum kann darüber hinaus neue Fragen aufwerfen,  die eigene Wirksamkeit und die der Strategien reflektieren, aber auch ein Forum bieten, eigene Vorstellungen einer zukünftigen Stadt zu platzieren.

Dabei sind alle Teilnehmer*innen der Exkursion herzlich eingeladen, ihre Erfahrungen und Ideen zu diesem Thema einzubringen. In Kooperation mit Naturfreunden e.V. Berlin. Kosten 2,50, Naturfreunde frei.

 

Datum: 28.05.2016
Treffpunkt: U-Bhf. Bülowstraße, vor Commerzbank
Zeit: 13.00 Uhr
Dauer: 2,5 Stunden
Ansprechperson: Christine Scherzinger

 

May 12

Veranstaltungshinweis: “Berlin und Airbnb..was sagen die Zahlen?”

Ferienwohnungen, deren Bedeutungen für die Aufwertung von Stadtteilen sowie Möglichkeiten einer politischen Regulierung sind aktuelle Themen der Berliner Stadtentwicklung. Das Datenprojekt “Airbnb vs. Berlin” zeigt die Verbreitung von Ferienwohnungen in Berlin. Diese Daten – und die daraus folgenden politischen Forderungen – werden auf der Veranstaltung vorgestellt und diskutiert. Die Informations- und Diskussionsveranstaltung findet am Donnerstag, den 26. Mai 2016 um 19 Uhr in der “Regenbogenfabrik”, Lausitzer Straße 22 in Kreuzberg statt. Mehr Informationen gibt es hier.

Apr 18

FÄLLT AUS!!!!! Kiezspaziergang am 23.04.2016: Dérive: Zwo, Eins, Risiko?! Umherschweifen im Gefahrengebiet

Gefahr, Risiko und Sicherheit sind Begriffe, die seit den letzen Monaten immer häufiger durch den Friedrichshainer Nordkiez schwirren. Wie gefährlich ist es aber wirklich in diesem “Gefahrengebiet”? (Oder wie es in Berlin heißt: “kriminalistätsbelastender Ort”.) Wie können wir uns der Gefahr nähern? Und welche Gefahren warten auf uns? Grundrechtseinschränkungen von Seiten der staatlichen Exekutive oder doch vagabundierende “Linkschaoten”? 
Geleitet von der Idee des Dérive wollen wir uns hineinwagen und uns selbst ein Bild von der Lage vor Ort machen. Aber wir wollen dabei nicht nur die passive Rolle der Beobachter*in einnehmen, sondern auch aktiv neue Perspektiven erlangen. “Dérive” bedeutet auf Deutsch übersetzt soviel wie “umherschweifen”, oder auch “drift” auf Englisch. Damit ist eine “psychogeographische Methode” gemeint, die auf die Situationistische Internationale (SI) in Frankreich zurückgeht. Fast 50 Jahre später wollen wir diese experimentellen Methode als Grundlage nehmen uns den gefährlichen Raum im Friedrichshainer Nordkiez durch kreative Aktionen und Selbstversuche wieder anzueigenen. 
WICHTIGER HINWEIS: Bitte seid darauf vorbereitet, dass es zu anlasslosen Polizeikontrollen kommen kann. Wir wollen die Polizei nicht aktiv provozieren, aber allein die Anwesenheit und ein vermeintliches Aussehen können hier schon ausreichend sein um von der Polizei kontrolliert zu werden. Daher: LASST ALLES ZUHAUSE, WAS BEI EINER KONTROLLE ZU UNANGENEHMEN ÜBERRASCHUNGEN FÜRHREN KANN!! Und auch Personen mit einem unsicheren Auftenthaltstatus sollten sich überlegen, ob sie sich der erhöhten Kontrollgefahr aussetzen wollen.
In Kooperation mit Naturfreunden e.V. Berlin. Kosten 2,50, Naturfreunde frei
Datum: 23.04.2016
Treffpunkt: Treffpunkt: U-Bhf. Samariterstraße (an der Silvio-Meier-Gedenktafel)
Zeit: 13.00 Uhr
Dauer: 4 Stunden
Ansprechperson: Lukas Schliephake

Apr 18

Deutsch-deutsche Schäferhunde und Konformismus an der Universität – Vorabveröffentlichung in sub\urban

Bereits vor dem offiziellen Erscheinen des zehnten Hefts von “sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung” gibt es ein Interview mit den MacherInnen des “Schäferhund-Fakes”, der einiges über die aktuelle Praxis im deutschen Wissenschaftssystem offenlegt. Das Interview ist online verfügbar.

Apr 12

Neuerscheinung: Urban Austerity – Impacts of the Global Financial Crisis on Cities in Europe

Anfang Dezember 2014 hat das Institut für Europäische Studien (IfEU) der Bauhaus-Universität in Weimar eine Konference zum Thema “Urban Austerity – Impacts of the global financial crisis on European cities” veranstaltet. Zur Konferenz ist nun ein Sammelband erschienen, in dem Referent_innen der Tagung ihre unterschiedlichen Perspektiven und Forschungen auf das Thema veröffentlicht haben. Schwerpunkt des Bandes ist die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Implikationen und Auswirkungen der 2007 einsetzenden Krisendynamik und den nationalen sowie lokalspezifischen politischen Regulationsweisen im europäischen Vergleich.

Zur Homepage des Verlages geht es hier:

Apr 04

Neuerscheinung: Heft 1/2016 von ACME. An International E-Journal for Critical Geographies

acmeEine neue Ausgabe von ACME. An International E-Journal for Critical Geographies ist erschienen. Ein Schwerpunkt des Heftes ist “The Critical Practice of Translation in Geography”, darüber hinaus gibt es unter anderem Beiträge zu Kopenhagen und zu “Practices of Crisis Mapping”. Wie immer, sind alle Beiträge online verfügbar.

Mar 31

Fotoexkursion am 16.04.2016: Strukturwandel im Schillerkiez-Neukölln – Neue schöne Arbeitswelten?

Samstag 16.04.2016

  • Ort: Boddinstr., Ecke Mahlowerstr.
  • Uhrzeit: 13.00 Uhr
Lab

Scherzinger

Der Schillerkiez im Norden Neuköllns unterliegt einem ökonomischen und sozialen Strukturwandel. Politischer Widerstand und Auseinandersetzungen im Kampf gegen Verdrängung und Rassismus werden dort geführt. Sichtbare und subtile Symboliken im Raum bestätigen dies und zeugen von diesem tiefgreifenden Wandel. Dieser Kiez kommuniziert wie kein anderer mit und in der Öffentlichkeit. Diese Exkursion wird bereits zum dritten Mal in Folge angeboten. So kann ein Vergleich zu den letzten Jahren bzgl. Veränderungen, Kommunikationen und Wahrnehmungen stattfinden. Eine der auffälligsten Veränderung werden in der Entwicklung neuer Arbeits- und Produktionsorte sichtbar:  Sogenannte Experimental Places, Co-Working  und Lab Spaces zeigen sich verstärkt im Erscheinungsbild des Schillerkiezes.  Diesen Orten wird eine hohe Innovationskraft zugesprochen.  Aber was verbirgt sich hinter diesen Orten? Für welchen urbanen Transformationsprozess steht diese Entwicklung noch? Welche Arbeitsbedingungen stehen dahinter und welche Notwendigkeiten zeigen sich in diesem Prozess? Werden diese Formen städtischen Arbeitens zukunftweisend sein? Diese Fotoexkursion soll eine visuelle Spurensuche über die Transformation städtischer Arbeitswelten sein und die Teilnehmer_innen einladen, über das Fotografieren hinaus, Vorstellungen und Visionen zu entwickeln, wie wir uns Arbeit in Zukunft vorstellen können und wollen.

Diese Exkursion richtet sich an alle Hobbyfotograf_innen.  Durch diese fotografische Herangehensweise werden räumlichen Begebenheiten dokumentiert. Es entsteht eine Art bildnerisches Gedächtnis, ein „Katalog“, der den kritischen Blick auf die Veränderung im Quartier schärft, neue Sichtweisen entwickelt und sie online dokumentiert.

Naturfreunden e.V. Berlin. Kosten 2,50, Naturfreunde frei

Ansprechpartner_innen: Stadtgeographin Christine Scherzinger und Uwe Hiksch

 

Mar 21

Kiezspaziergang am 26.03.2016: Die City West als Erinnerungslandschaft von gestern

Die Wahrnehmung von Berlin als “historisch”, die Diskussion über Erinnerungspolitik,  der Bau großer Mahnmale, Symbole und Denkmäler – all dies hat in den letzten 25 Jahren den Blick auf die “City Ost” fokussiert. Aber Erinnerungspolitiken gab es auch schon vorher und anderswo. Auf dieser Tour durch die “City West” wollen wir diese anderen Projekte anderer Erinnerungen untersuchen und den gegenwärtigen Umbau der City West in diesem Kontext diskutieren. Gibt es eine spezielle “Westerinnerung”, die dort sichtbar wird? Oder verschiedene Stränge, Konflikte und Verortungen innerhalb dieser Erinnerungen?

In Kooperation mit Naturfreunden e.V. Berlin. Kosten 2,50, Naturfreunde frei
Datum: 26.03.2016
Treffpunkt: Treffpunkt: U-Bhf. Ernst-Reuter-Platz, vor Schweinske
Zeit: 13.00 Uhr
Dauer: 2,5 Stunden
Ansprechperson: Ulrich Best

Feb 09

Veranstaltungshinweis: Tagung “Wohnen für alle?! Wissenschaftliche Perspektiven auf Architektur, Planung und Politik” am 12./13. Mai 2016 in Weimar

weimar_tagungAn der Bauhaus-Universität Weimar findet vom 12. bis 13. Mai 2016 die Tagung “Wohnen für alle?! Wissenschaftliche Perspektiven auf Architektur, Planung und Politik” statt, organisiert vom Instituts für Europäische Urbanistik. Schwerpunkte der Tagung sind die Globalisierung und Europäisierung nationaler Wohnungspolitiken, kommunale Strategien für bezahlbaren Wohnraum, Architektur, Stadt und bezahlbarer Wohnraum, Alternativen für einen nicht-profitorientierten Wohnungsbau sowie soziale Kämpfe für ein ‘Recht auf Wohnen’. Nähere Informationen zur Tagung sowie das detaillierte Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es auf der Konferenzhomepage.

Jan 24

Veranstaltunghinweis: Tourismuspolitik und Stadtentwicklung in Berlin

Die Diskussion um die Gestaltung der Berliner Tourismuspolitik geht weiter:  am Montag, dem 22. Februar 2016 um 19 Uhr zeigt die Regisseurin Nana Rebhan ihren Film “Welcome Goodbye”. Anschließend wird mit Katrin Lompscher, Sprecherin für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, über Perspektiven für eine soziale Stadtpolitik diskutiert. Die Veranstaltung findet bei der “Hellen Panke” in der Kopenhagener Straße 9 statt. Mehr Informationen gibt es hier

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