Aug 25

Kritische Umweltforschung und Neo-Nationalismus: zwei Workshops in Hamburg

Im Herbst 2016 gibt es zwei interessante Workshops am Geographischen Institut der Universität Hamburg. Beide Veranstaltungen sind offen für alle Interessierten.

Vom 14. bis 16. Oktober 2016 findet der Workshop “Kritische Umweltforschung” statt, der aktuelle Fragen von Mensch-Umwelt-Beziehungen mit Perspektiven einer kritischen Geographie und Sozialwissenschaft verbindet. Es gibt Vorträge unter anderem zu urbaner politischer Geographie, Umweltgerechtigkeit, Demokratie und Natur, postkoloniale politischer Ökologie und Postwachstum.

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis “Politische Geographie” lädt das Institut vom 4./5. November 2016 zum Workshop “Neo-Nationalismus und neue Rechte Bewegungen in Deutschland: (K)ein Thema für die Politische Geographie?”. Themen des Workshops sind unter anderem die Zusammenhänge zwischen Austeritätspolitik und rechten Bewegungen, “banal nationalism” oder Raumkonstruktionen der Querfront-Ideologien.

Mehr Informationen zu den Veranstaltungen und der Möglichkeit der Anmeldung gibt es auf der Webseite des Geographischen Instituts.

Aug 25

Buchvorstellung: Die Legende vom sozialen Wohnungsbau

Anlässlich der Neuerscheinung des Bandes “Die Legende vom sozialen Wohnungsbau” laden die Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt, Kotti & Co und Südblock  zur Buchpräsentation am Mittwoch, dem 31. August 2016 um 19 Uhr in das “aquarium” direkt neben dem “Südblock” in der Skalitzer Straße 6 in Berlin-Kreuzberg.

Jul 22

Kiezspaziergang am 23.7.2016: Performing Kreuzkölln. Kollektive Interventionen zur Touristifizierung eines Stadtquartiers

Ich bin ein Reisender, kein Tourist! - Diese im Songtitel der Band Oiro beiläufig beschriebene Ablehnung des Tourist*innen-Seins soll der Ausgangspunkt der in diesem Spaziergang unternommenen „Raumerkundung“ sein. In Zeiten stetig wachsender Reisebewegungen stellt sich die Frage, warum niemand Tourist*in sein möchte. Was heißt das überhaupt? Tourist*in-Sein bedeutet aus performanztheoretischer Perspektive, dessen Rolle einzunehmen. Tourismus muss aufführt werden, um soziale Realität zu erlangen. Zentral ist demnach die touristische Praxis, aus der Tourismus und all seine Ablehnung hervorzugehen scheint.

Wir wollen Tourismus in allen verschiedenen Formen und Facetten im Stadtraum performativ aufführen! Es wird dabei ebenso um Selbsterfahrung wie um Fremdwahrnehmung gehen: Wir verstellen unseren Blick, betrachten Dinge neu, überschreiten Grenzen gängiger Exkursionserfahrungen. Gleichzeitig intervenieren wir, fordern lokale Alltagsstrukturen heraus, touristifizieren sie. Wir nerven, sammeln Affekte, verzerren durch Détournements festgeglaubte Zusammenhänge, provozieren Konflikte und treiben es bis an den Rand der Eskalation. Am Ende werden wir mehr wissen: nicht nur über uns und das Wirken unserer Handlung sondern auch über Städtetourismus und seine im zunehmenden Maße real werdenden Auswirkungen auf die Stadtquartiere Berlins.

(Das Mitführen von touristischen Utensilien, die unser Touringexperiment unterstützen, wie Fotoapparate, Regenschirme, Rollkoffer, etc. sind ausdrücklich erwünscht!)

 

In Kooperation mit Naturfreunde Berlin e.V.; Kosten 2,50 €, Naturfreunde frei

Datum: 23.07.2016
Treffpunkt: Treffpunkt: U-Bhf: Hermannplatz/ auf dem Platz bei Statue “Das Tanzende Paar”
Zeit: 16.00 Uhr
Dauer: Ca. 3 Stunden
Ansprechpersonen Nils Grube

 

 

Jul 11

Scheiß auf den Neoliberalismus! – Neues Heft von ACME online

homeHeaderTitleImage_en_USDas Heft 2/2016 von “ACME. An International E-Journal for Critical Geographies” ist erschienen. Alle Beiträge gibt es online hier. Im Heft gibt es auch das Essay “Scheiß auf den Neoliberalismus” von Simon Soringer, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde.

Jun 22

Kiezspaziergang am 25.6.2016: Sichtachsen durchkreuzen. Ein Blick hinter die barocken Fassaden der Potsdamer Innenstadt

Hübsch anzusehen ist es ja, dieses Potsdam. Schick gemacht hat es sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten: Gebäude geputzt, Parks gestutzt, und ein Schloss (wiederauf)gebaut hat es sich auch. Stets scheint dabei vor allem der ästhetische Wert im Vordergrund zu stehen: Ob originalgetreue Wiederherstellung von Fassadengestaltungen oder frei gehaltenen (bzw. geschlagenen) Sichtachsen zwischen diversen Gebäuden und städtebaulichen Ensembles – das Auge baut mit.

Doch was passiert eigentlich mit all den Häusern, die angeblich diese Sichtbeziehungen stören, weil sie im Weg stehen oder einfach als zu hässlich erachtet werden? Wohin sollen all die Menschen, die nicht so recht passen ins preußisch-barocke Potsdam? Und an welcher Perspektive von Stadt richtet sich all das eigentlich aus?

Gemeinsam wollen wir uns gegenwärtige Orte der Potsdamer Innenstadt anschauen, die es wahrscheinlich so schon bald nicht mehr geben wird und dabei auch Orte aufsuchen, die schon hinter den geputzten, barocken Fassaden verschwunden sind. Wir spüren den Menschen nach, die an diesen Orten wohn(t)en und wirk(t)en, um zu verstehen, was da schon verloren gegangen ist oder noch verloren gehen kann. Und vielleicht kommen wir ja auch auf die eine oder andere Idee, dass doch noch alles ganz anders wird.

In Kooperation mit Naturfreunden e.V. Berlin. Kosten 2,50, Naturfreunde frei
Datum: 25.06.2016
Treffpunkt: Treffpunkt: Alter Markt (vor dem Fachhochschulgebäude) in Potsdam
Zeit: 13.00 Uhr
Dauer: 2,5 Stunden
Ansprechperson: Lukas Schliephake

Jun 21

sub\urban-Preview: Nicht förderungswürdig. Weshalb die Evaluation der Exzellenzinitiative gegen deren Fortsetzung spricht

suburbanPassend zur aktuellen Debatte um die Fortsetzung der Exzellenzinitiative gibt es vorab einen Text aus dem zehnten Heft von “sub\urban”. Der Beitrag von Tilman Reitz, Angela Graf und Christina Möller ist auf der Webseite von “sub\urban” erschienen.

Jun 15

Forschungswerkstatt Kritische Geographie vom 16. bis 17. Juni 2016 in Leipzig

headerfoweleipzig-300x169Die mittlerweile siebente Forschungswerkstatt Kritische Geographie findet von Donnerstag, dem 16. Juni bis Sonntag, den 19. Juni 2016 in Leipzig-Lindenau statt. Auf dem Programm stehen ein Keynote-Vortrag, Workshops, Exkursionen u.a. zu kollektivem Kartieren, Aktionsforschung, Kritische Didaktik und Lehre, Feministischer Geographie und Kritischer Physischer Geographie. Das komplette Programm und weiter Informationen gibt es hier

May 22

Kiezspaziergang am 28.5.2016: Unsichtbares sichtbar machen: Experimentelle Streifzüge durch ein Schöneberg im Wandlungsprozess

Irritationen, Verfremdung, Fake und Urban Hacking werden als künstlerische (subversive) Strategien genannt, um Selbstverständliches, materiell Eingeschriebenes und Gewohntes im urbanen Stadtraum zu hinterfragen und zu verändern. Diese Strategien gehen auf diverse Künstler*innengruppen zurück (Situationistische Internationale aus Frankreich, Dada aus Zürich, Fluxus etc.). Durch diese experimentellen Strategien sollen gesellschaftliche Verhältnisse und Machtstrukturen sichtbar gemacht und so im übertragenen Sinn Sehgewohnheiten verändert werden. Sie bieten dadurch ein Potential, sich der Komplexität des Stadtraums anzunähern, Visionen zu generieren und ihn gezielt anzueignen.  Bei dieser Exkursion werden kleine experimentelle Feldversuche erprobt. Wir suchen beispielsweise nach Indizien im Verborgenen, die auf einen Wandlungsprozess wie  u.a. von Verdrängungsprozesse, neue Arbeitsmärkte, geplante Bauprojekte, Akteur* innen in Schöneberg hindeuten. Aber auch an aktuellen stadtpolitischen und historischen Beispielen werden die unterschiedlichen Wechselwirkungen zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem diskutiert. Die Kombination aus Bekanntem und bislang nicht Wahrgenommenem sollen neue Perspektiven eröffnen und den urbanen Blick schärfen. Dieser experimentelle Umgang mit Stadtraum kann darüber hinaus neue Fragen aufwerfen,  die eigene Wirksamkeit und die der Strategien reflektieren, aber auch ein Forum bieten, eigene Vorstellungen einer zukünftigen Stadt zu platzieren.

Dabei sind alle Teilnehmer*innen der Exkursion herzlich eingeladen, ihre Erfahrungen und Ideen zu diesem Thema einzubringen. In Kooperation mit Naturfreunden e.V. Berlin. Kosten 2,50, Naturfreunde frei.

 

Datum: 28.05.2016
Treffpunkt: U-Bhf. Bülowstraße, vor Commerzbank
Zeit: 13.00 Uhr
Dauer: 2,5 Stunden
Ansprechperson: Christine Scherzinger

 

May 12

Veranstaltungshinweis: “Berlin und Airbnb..was sagen die Zahlen?”

Ferienwohnungen, deren Bedeutungen für die Aufwertung von Stadtteilen sowie Möglichkeiten einer politischen Regulierung sind aktuelle Themen der Berliner Stadtentwicklung. Das Datenprojekt “Airbnb vs. Berlin” zeigt die Verbreitung von Ferienwohnungen in Berlin. Diese Daten – und die daraus folgenden politischen Forderungen – werden auf der Veranstaltung vorgestellt und diskutiert. Die Informations- und Diskussionsveranstaltung findet am Donnerstag, den 26. Mai 2016 um 19 Uhr in der “Regenbogenfabrik”, Lausitzer Straße 22 in Kreuzberg statt. Mehr Informationen gibt es hier.

Apr 18

FÄLLT AUS!!!!! Kiezspaziergang am 23.04.2016: Dérive: Zwo, Eins, Risiko?! Umherschweifen im Gefahrengebiet

Gefahr, Risiko und Sicherheit sind Begriffe, die seit den letzen Monaten immer häufiger durch den Friedrichshainer Nordkiez schwirren. Wie gefährlich ist es aber wirklich in diesem “Gefahrengebiet”? (Oder wie es in Berlin heißt: “kriminalistätsbelastender Ort”.) Wie können wir uns der Gefahr nähern? Und welche Gefahren warten auf uns? Grundrechtseinschränkungen von Seiten der staatlichen Exekutive oder doch vagabundierende “Linkschaoten”? 
Geleitet von der Idee des Dérive wollen wir uns hineinwagen und uns selbst ein Bild von der Lage vor Ort machen. Aber wir wollen dabei nicht nur die passive Rolle der Beobachter*in einnehmen, sondern auch aktiv neue Perspektiven erlangen. “Dérive” bedeutet auf Deutsch übersetzt soviel wie “umherschweifen”, oder auch “drift” auf Englisch. Damit ist eine “psychogeographische Methode” gemeint, die auf die Situationistische Internationale (SI) in Frankreich zurückgeht. Fast 50 Jahre später wollen wir diese experimentellen Methode als Grundlage nehmen uns den gefährlichen Raum im Friedrichshainer Nordkiez durch kreative Aktionen und Selbstversuche wieder anzueigenen. 
WICHTIGER HINWEIS: Bitte seid darauf vorbereitet, dass es zu anlasslosen Polizeikontrollen kommen kann. Wir wollen die Polizei nicht aktiv provozieren, aber allein die Anwesenheit und ein vermeintliches Aussehen können hier schon ausreichend sein um von der Polizei kontrolliert zu werden. Daher: LASST ALLES ZUHAUSE, WAS BEI EINER KONTROLLE ZU UNANGENEHMEN ÜBERRASCHUNGEN FÜRHREN KANN!! Und auch Personen mit einem unsicheren Auftenthaltstatus sollten sich überlegen, ob sie sich der erhöhten Kontrollgefahr aussetzen wollen.
In Kooperation mit Naturfreunden e.V. Berlin. Kosten 2,50, Naturfreunde frei
Datum: 23.04.2016
Treffpunkt: Treffpunkt: U-Bhf. Samariterstraße (an der Silvio-Meier-Gedenktafel)
Zeit: 13.00 Uhr
Dauer: 4 Stunden
Ansprechperson: Lukas Schliephake

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