Nov 26

Arbeitskampf an der TU Berlin: Aktivierende Befragung zur Unterstützung

Bereits seit einiger Zeit wehren sich DoktorandInnen gegen die Arbeitsbedingungen in der BMBF-Nachwuchsgruppe “Rural Futures” an der Technischen Universität Berlin. Zur Unterstützung der betroffenen DoktorandInnen gibt es jetzt eine aktivierende Befragung, die sich an Promovierende aller Fachrichtungen und Hochschulen richtet. An der Befragung kann sich online beteiligt werden.
Darüber hinaus gibt es in der Wochenzeitung “Jungle World” ein Interview mit einer Doktorandin aus der Nachwuchsgruppe, die gegen die TU Berlin geklagt hat und deren Fall nun vor dem Berliner Arbeitsgericht verhandelt wird. Auf “Labournet TV” gibt es ebenfalls ein Video, das die Hintergründe des Arbeitskampfes bei “Rural Futures” erläutert.

Nov 17

Kiezspaziergang am 26.11.2016: Mediaspree – Stadtspaziergang entlang von Investorenträumen, Profitversprechen, Konfliktzonen

Im Zentrum Berlins schließen sich die Baulücken. Zwischengenutzte Freiflächen weichen repräsentativen Büro- und Wohnkomplexen. Akteure proklamieren einen in der Entwicklung sichtbar werdenden Aufschwung. Gleichzeitig regt sich Protest von Anwohner_innen gegen die voranschreitende Veränderung.

Anhand des innerstädtischen, ivestorengesteuerten, urbanen Entwicklungsprojektes „Mediaspree“ sollen Ursachen und Wirkungen aufgezeigt werden. Bei dem Stadtspaziergang durch Teile des 3,7km langen Spreeabschnitts zwischen Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte sollen Änderungen der gebauten Umwelt erfahrbar gemacht werden. Ziel der Führung soll es sein, politische und ökonomische Hintergründe aufzuzeigen, über Interessenkonflikte zu reden und in einen gemeinsamen Austausch über das Erlebte und Erfahrene zu treten.

Schlagworte: Innerstädtische Entwicklung, Machtstrukturen und Konfliktlinien, Bürger_innenprotest, Zwischennutzung, (Sub-)Kulturelle Räume…

In Kooperation mit Naturfreunde Berlin e.V.; Kosten 2,50 €, Naturfreunde frei

Datum: 26.11.2016
Treffpunkt: U-Bahn: Schlesisches Tor /Ecke Bevernstr

May-Ayin-Ufer unter der Roten Laterne
Zeit: 13.00 Uhr
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Ansprechperson: Micki Blickhan (mickiupr@web.de)

Ansprechpartner: Micki Blickhan; mickiupr[at]web.de

Oct 19

Kiezspaziergang am 22.10: Schweine-öde!? Städtische Peripherie zwischen Stigmatisierung und Zukunftsversprechen

Der Berliner Stadtteil Oberschöneweide steht seit den Anfängen der Industrialisierung Berlins („Elektropolis“) bis zum Ende der DDR synonym für Fabriken und Industrieproduktion der Elektrotechnik und metallverarbeitende Industrie. Heute ist Oberschöneweide durch die Folgen der seit 1990 einsetzenden Deindustrialisierung und einer sozialräumlichen Peripherisierung des Stadtteils gekennzeichnet. Große Teile der ehemaligen Industrieareale liegen noch brach bzw. sind von Leerstand gekennzeichnet. Gleichzeitig wurden Wohnungen im Rahmen von Sanierungsförderung modernisiert oder durch Neubauten ergänzt. Die hier entstandenen renovierten Altbauwohnungen können teuer vermietet werden bzw. wurden in Eigentumswohnungen umgewandelt. Diese städtebauliche Entwicklung der einerseits innenstadtnahen attraktiven Wohnlage und der punktuellen baulichen Aufwertung des Viertels, sowie der bisher meist ungeklärten Nachnutzung der großer Industriebrachen, wird flankiert durch eine (temporär unterschiedlich) starke Präsenz rechtsradikaler AktivistInnen und neonazistischer Treffpunkte. Deren Anwesenheit in einzelnen Straßenzügen (und die Wahlergebnisse zugunsten der NPD) haben Teilen des Stadtviertels den Ruf eines rechtsradikal dominierten „Angstraumes“ und einer „national befreiten Zone“ eingebracht. Dieser einseitigen, vor allem medial vorgenommenen Darstellung des Stadtteils, werden von vielen lokal Engagierten Formen der Stigmatisierungsabwehr und die Hoffnung auf eine weitere soziale und bauliche Aufwertung entgegengesetzt.

Der Stadtteilspaziergang Oberschöneweide beginnt und endet an einem der Brennpunkte ehemaliger Neonazipräsenz, dem S-Bahnhof Schöneweide und der daran anschließenden Brückenstrasse und wird sich dann auf dem Weg zu den neuen Hoffnungsträgern der lokalen Entwicklung (Industriesalon, HTW) mit den sozialräumlichen Veränderungen im Stadtteil beschäftigen. (Dauer ca. 2,5 Stunden)

In Kooperation mit Naturfreunde Berlin e.V.; Kosten 2,50 €, Naturfreunde frei

Datum: 22.10.2016
Treffpunkt: S-Bhf Schöneweide
Zeit: 13.00 Uhr
Dauer: Ca. 2,5  Stunden
Ansprechpersonen Dr. Thomas Buerk: tombuerk@gmx.de

Sep 21

Kiezspaziergang am 24.9.2016: Kiezkämpfe und Protestkunst in Kreuzberg – Ein Spaziergang zu Aufwertung, Verdrängung und Widerstand mit Blick auf politische Wandmalereien

Kreuzberg ist seit Jahren Austragungsort unterschiedlichster gesellschaftlicher Konflikte und Kämpfe und steht exemplarisch für die gegenwärtigen Konflikte um Aufwertung und Verdrängung in Berlin. Künstlerische Interventionen im urbanen Raum waren und sind dabei oftmals Ausdruck sowie beliebtes Mittel der Kommunikation von Protest, um politischen Forderungen Ausdruck zu verleihen und Stadtraum anzueignen und mitzugestalten. Bis heute sind diese künstlerischen und politischen Aneignungen von Gebäudefassaden zentraler Bestandteil des Erscheinungsbildes des Bezirks und tragen nicht zu Letzt auch zu dessen hippem, kreativem Image bei, welches gerne im Zuge von unternehmerischen Stadtpolitikstrategien vermarktet wird.

Dieser Kiezspaziergang führt zurück in die Anfangszeiten von künstlerischen urbanen Aktivismus im öffentlichen Raum in Kreuzberg und thematisiert dabei vergangene und aktuelle Konflikte im Bezirk. Dabei gehen wir auf die Suche nach alten Hausbesetzer_innen-Graffiti, Wandbildern aus den wilden Neunzigerjahren und Graffiti- und Streetart-Pieces, die im Kontext aktueller Kämpfe entstanden sind.

Auf dem Weg treffen wir einige Aktive aus lokalen Bewegungen, die von ihren Beweggründen und Strategien berichten.

 

In Kooperation mit Naturfreunden e.V. Berlin. Kosten 2,50, Naturfreunde frei
Datum: 24.09.2016
Treffpunkt: Treffpunkt: ethaniendamm / Ecke Adalbertstraße
Zeit: 13.00 Uhr
Dauer: 2,5 Stunden
Ansprechperson: Kontakt für Fragen und Anmerkungen: info[at]orangotango.info

 

Aug 28

Neuerscheinung: MieterEcho 382 zum Thema “Teilen und Leiden. Zweckentfremdung, Ferienwohnungen und Touristifizierung”

Das “MieterEcho”, die Zeitschrift der Berliner MieterGemeinschaft, greift in seiner Ausgabe vom August 2016 das Thema “Touristifizierung” in Berlin auf. Alle Beiträge sind online frei verfügbar.

Aug 28

Veranstaltungshinweis: Abgedämmt und dann verdrängt … Verdrängung von MieterInnen durch Energetische Modernisierung am Beispiel Pankow

Podiumsveranstaltung am Mittwoch, dem 21. September 2016 um 19 Uhr bei der “Hellen Panke”

Im Jahr 2013 wurde bei der Mietrechtsreform unter der schwarz-gelben Bundesregierung die Energetische Sanierung als Modernisierungsmaßnahme im § 559 BGB eingeführt. Die Kosten von Modernisierungsmaßnahmen im Wohnraum können und werden in den meisten Fallen zu 11% pro Jahr auf die MieterInnen umgelegt. Diese Modernisierungsumlage ist in § 559 BGB geregelt. Eine Modernisierungsmieterhöhung kann der Vermieter verlangen bei baulichen Veränderungen in der Wohnung, die den Wohnwert (z. B. einen Balkon) erhöhen oder eine nachhaltige Energieeinsparung bewirken. Ob sich die Energieeinsparung für die MieterInnen rechnet, ist egal. Auch nach der Finanzierung der Baumaßnahme kann der Vermieter die höhere Miete weiter
kassieren.

Ein Rechenbeispiel: Modernisierungskosten = 1000 Euro. 1000 Euro x 11:100:12=9,17 Euro pro Monat. Nach 10 Jahren also 9,17x12x10 hat der Vermieter 1100,40 Euro eingenommen und den Wert seiner Immobilie auf Kosten des Mieters erhöht. Bei einer Erhöhung des Wohnwerts hat der Mieter noch etwas direkt davon, bei einer energetischen Sanierung in der Regel nicht, da die Baukosten oft die Energieeinsparungen bei weitem übertreffen.

Die energetische Sanierung kommt vor allem bei noch günstigen Mietwohnungen zum Einsatz. Sie ist zu einem Werkzeug geworden, um BestandsmieterInnen aus ihren Mietwohnungen zu verdrängen. Das führt auch zu einem generellen Anstieg des Mietspiegels.Noch gibt es aufgrund der Kürze der Zeit keine allgemeinen Zahlen, wie viele MieterInnen nach energetischer Sanierung ihre Wohnungen verlassen mussten, weil sie sich die neue Miete nicht mehr leisten konnten.

Stadtsoziologe Christoph Schiebe hat die “Verdrängung von Bestandsmieter*innen durch Modernisierungsumlage” in Pankow untersucht. Er wird von seiner Forschungsarbeit berichten und zu welchen Ergebnissen
er gekommen ist.
Rechtsanwältin Carola Handwerg gehört dem AK Mietrecht im „Republikanischen Anwältinnen und Anwälte Verein e. V.“ (RAV) an. Der RAV fordert die Streichung des § 559 BGB, welche die Modernisierungsumlage regelt.
Moderation: Fabian Kunow

Diese Abendveranstaltung ist eine Kooperation von Helle Panke e. V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin und dem Republikanischen Anwältinnen und Anwälte Verein e. V. (RAV)
Kosten: 2,00 Euro
Veranstaltungsort:
Helle Panke
Kopenhagener Str. 9
10437 Berlin

Mehr Informationen gibt es hier.

 

Aug 25

Kritische Umweltforschung und Neo-Nationalismus: zwei Workshops in Hamburg

Im Herbst 2016 gibt es zwei interessante Workshops am Geographischen Institut der Universität Hamburg. Beide Veranstaltungen sind offen für alle Interessierten.

Vom 14. bis 16. Oktober 2016 findet der Workshop “Kritische Umweltforschung” statt, der aktuelle Fragen von Mensch-Umwelt-Beziehungen mit Perspektiven einer kritischen Geographie und Sozialwissenschaft verbindet. Es gibt Vorträge unter anderem zu urbaner politischer Geographie, Umweltgerechtigkeit, Demokratie und Natur, postkoloniale politischer Ökologie und Postwachstum.

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis “Politische Geographie” lädt das Institut vom 4./5. November 2016 zum Workshop “Neo-Nationalismus und neue Rechte Bewegungen in Deutschland: (K)ein Thema für die Politische Geographie?”. Themen des Workshops sind unter anderem die Zusammenhänge zwischen Austeritätspolitik und rechten Bewegungen, “banal nationalism” oder Raumkonstruktionen der Querfront-Ideologien.

Mehr Informationen zu den Veranstaltungen und der Möglichkeit der Anmeldung gibt es auf der Webseite des Geographischen Instituts.

Aug 25

Buchvorstellung: Die Legende vom sozialen Wohnungsbau

Anlässlich der Neuerscheinung des Bandes “Die Legende vom sozialen Wohnungsbau” laden die Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt, Kotti & Co und Südblock  zur Buchpräsentation am Mittwoch, dem 31. August 2016 um 19 Uhr in das “aquarium” direkt neben dem “Südblock” in der Skalitzer Straße 6 in Berlin-Kreuzberg.

Jul 22

Kiezspaziergang am 23.7.2016: Performing Kreuzkölln. Kollektive Interventionen zur Touristifizierung eines Stadtquartiers

Ich bin ein Reisender, kein Tourist! - Diese im Songtitel der Band Oiro beiläufig beschriebene Ablehnung des Tourist*innen-Seins soll der Ausgangspunkt der in diesem Spaziergang unternommenen „Raumerkundung“ sein. In Zeiten stetig wachsender Reisebewegungen stellt sich die Frage, warum niemand Tourist*in sein möchte. Was heißt das überhaupt? Tourist*in-Sein bedeutet aus performanztheoretischer Perspektive, dessen Rolle einzunehmen. Tourismus muss aufführt werden, um soziale Realität zu erlangen. Zentral ist demnach die touristische Praxis, aus der Tourismus und all seine Ablehnung hervorzugehen scheint.

Wir wollen Tourismus in allen verschiedenen Formen und Facetten im Stadtraum performativ aufführen! Es wird dabei ebenso um Selbsterfahrung wie um Fremdwahrnehmung gehen: Wir verstellen unseren Blick, betrachten Dinge neu, überschreiten Grenzen gängiger Exkursionserfahrungen. Gleichzeitig intervenieren wir, fordern lokale Alltagsstrukturen heraus, touristifizieren sie. Wir nerven, sammeln Affekte, verzerren durch Détournements festgeglaubte Zusammenhänge, provozieren Konflikte und treiben es bis an den Rand der Eskalation. Am Ende werden wir mehr wissen: nicht nur über uns und das Wirken unserer Handlung sondern auch über Städtetourismus und seine im zunehmenden Maße real werdenden Auswirkungen auf die Stadtquartiere Berlins.

(Das Mitführen von touristischen Utensilien, die unser Touringexperiment unterstützen, wie Fotoapparate, Regenschirme, Rollkoffer, etc. sind ausdrücklich erwünscht!)

 

In Kooperation mit Naturfreunde Berlin e.V.; Kosten 2,50 €, Naturfreunde frei

Datum: 23.07.2016
Treffpunkt: Treffpunkt: U-Bhf: Hermannplatz/ auf dem Platz bei Statue “Das Tanzende Paar”
Zeit: 16.00 Uhr
Dauer: Ca. 3 Stunden
Ansprechpersonen Nils Grube

 

 

Jul 11

Scheiß auf den Neoliberalismus! – Neues Heft von ACME online

homeHeaderTitleImage_en_USDas Heft 2/2016 von “ACME. An International E-Journal for Critical Geographies” ist erschienen. Alle Beiträge gibt es online hier. Im Heft gibt es auch das Essay “Scheiß auf den Neoliberalismus” von Simon Soringer, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde.

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