Sep 29

Kiezspaziergang am 6.10.2018: Digitales Schöneberg: Trends, widersprüchliche Visionen und Auswirkungen auf die Nachbarschaften

Die Digitalisierung wird vielfach in Wissenschaft, Politik und Medien als gesellschaftliche Umbruchssituation dargestellt. Sie beeinflusst sämtliche Bereiche unseres Alltags, aber  auch die Wirtschaftsweisen und die Arbeitsorganisation in Städten. Auch in Schöneberg tauchen rund um die Digitalisierung neue Arbeits-, Wohnformen, „Nachbarn“  und private Akteur_innen auf. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, gerade in einer wachsenden Stadt wie Berlin, in der die räumlichen Ressourcen immer knapper und Konkurrenzsituationen immer augenscheinlicher werden, wer die zukünftige Entwicklung der Städte maßgeblich beeinflusst und bestimmt. Proteste gegen die „neuen Nachbarn“ nehmen zu. Konzepte wie Smart City werden genauer in den Fokus genommen.  Ziel des Kiezspaziergangs ist, ein Bild des derzeitigen Status Quo vom „digitalen Schöneberg“ aufzuzeigen und widersprüchliche Trends aufzuspüren. Folgende Stationen sind geplant.

  • Südkreuz: „Smarte“ digitale Systeme: Daten und Überwachung
  • Naumann-Park / General von Pape Straße: Start-ups Willkommen, Nutzungskonflikte mit „traditionellem Gewerbe“
  • EUREF-Campus: Smart City: Die Stadt der Zukunft ?
  • Street Reading: Was Begriffe wie Labs, Hubs, Co-Working-Spaces, Pitches über die derzeitigen Arbeitsmärkte verraten
  • Kleistpark: Co-Living: Temporalität, digitale Welten und die Sehnsucht nach Beständigkeit
  • Neue Nachbarn: Nutzungskonflikte und Verdrängung: rent 24 und Potse Drugstore: Landbanking-Strategien von privaten Unternehmen vs. der Kampf um Raum für autonome Jugendarbeit

 

Treffpunkt: Südkreuz vor der Apotheke, um 13.00 Uhr
Gemeinsame Veranstaltung der Naturfreunde Berlin e.V. und Kritische Geographie Berlin
Kosten: 2,50 €, Naturfreundemitglieder frei

Ansprechpartnerin: Dr. Christine Scherzinger

Sep 11

Kiezspaziergang am 22.9.2018: Zwischen Inszenierung und Planungskonflikt – Das Dong Xuan Center als Berlins neue Asiatown

„Diversity“ gilt in der neoliberalen, unternehmerischen Stadt als Ressource für die Stadtentwicklung. In diesem Sinne werden migrantische Ökonomien in Wert gesetzt, um neue touristische Destinationen und Einkaufsmöglichkeiten für kosmopolitische StadtbewohnerInnen zu schaffen. Diese städtischen Inszenierungen orientieren sich an weltweit bekannten Chinatowns, die auch dem Dong Xuan Center in Berlin-Lichtenberg für viele Jahre als Vorbild galten. Mit der Inszenierung als „Asiatown“ stießen die Betreiber des Centers jedoch an geltendes Planungsrecht. Die geplante Entwicklung zur Asiatown steht im Widerspruch zum Flächennutzungsplan des Landes Berlin, in dem das Grundstück des Centers als Gewerbegebiet festlegt ist. Damit ist im Center Einzelhandel und Gastronomie nur sehr eingeschränkt möglich, was eine touristische Vermarktung des Centers ausbremst.

Der Stadtspaziergang bietet eine reflexive Begehung des Centers und betrachtet die Entwicklung des Centers als Teil innerstädtischer Planungskonflikte im Gewerbegebiet Herzbergstraße.

Kosten 2,50 Euro, Mitglieder der Naturfreunde frei.

22.9.2018: Tramhaltestelle Herzbergstraße / Industriegebiet, 13 Uhr, Dauer 2 h

Ansprechperson: Antonie Schmiz

 

 

 

 

Aug 24

Kiezspaziergang: 25.08.2018, 13 Uhr: Die Zukunft der Großwohnsiedlungen/ Marzahn

Nachverdichtung – Abriss – Neubau.

Die Entwicklung von ostdeutschen Großwohnsiedlungen am Beispiel Berlin-Marzahn

Auf der Grundlage eines Wohnungsbauprogramms sind in der gesamten DDR über 170 Großwohnsiedlungen errichtet worden. In diesen Wohngebieten lebten vor allem junge Familien mit Kindern. Seit 1990 sind die Großwohnsiedlungen unter starken Druck geraten. Bis Mitte der 2000er Jahre waren die zentralen Trends Einwohnerverluste, Wohnungsleerstände und demographische Verschiebungen. Heute sind es vor allem der Mangel an bezahlbaren Wohnungen, Neubau und eine zunehmende soziale Segregation die die Diskussionen bestimmen. An verschiedenen Stationen werden für die Siedlung prägende Entwicklungen erklärt und deren Effekte auf die Quartiere anhand von Beispielen erläutert.

 

Treffpunkt: 25.08.2018: Eastgate – Eingang vom Busbahnhof (S-Bahnhof Marzahn), Start um 13.00 Uhr

Aug 20

8. International Conference of Critical Geography

Vom 19. bis 23. April 2019 findet in Athen die 8. International Conference of Critical Geography (ICCG) statt. Die Konferenz steht unter dem Motto “In Permanent Crisis? Uneven Development, Everywhere War and Radical Praxis”. Bis zum 30. September 2018 können Vorschläge für Vorträge oder Sessions eingereicht werden. Die Anmeldung für die Konferenz ist ab dem 1. Dezember 2018 möglich. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite der Konferenz.

Jul 31

Neuerscheinung: Austerity Forever?! Die Normalisierung der Austerität in der BRD

Der Band “Austerity Forever?! Die Normalisierung der Austerität in der BRD” von Tino Petzold ist ganz frisch beim Verlag Westfälisches Dampfboot erschienen. Tino Petzold zieht die Verankerung von Haushaltsdisziplin, Schuldenbremse und Sparwut in der Finanz- und Haushaltspolitik seit den 1970er Jahren nach. Mehr Informationen zum Buch gibt es beim Verlag. Einen Auszug aus dem Band gibt es außerdem online bei der Tageszeitung “neues deutschland

Jul 22

Veranstaltungshinweis: Wie kommen wir zur Entkriminalisierung von Hausbesetzungen?

Am Ende des Sommers gibt es ein Podium und einen Film zur Geschichte und Gegenwart von Hausbesetzungen in Berlin. Im “AcudMachtNeu” in der Veteranenstraße 21 in Mitte diskutieren am Donnerstag, dem 30. August 2018 um 20 Uhr Aktivist*innen von #besetzen und der Stadtforscher Philippe Koch aus Zürich mit der Landesvorsitzenden der Berliner LINKEN, Katina Schubert, über einen Umgang mit Hausbesetzungen jenseits der “Berliner Linie”. Mehr Informationen zur Veranstaltung gibt es bei der Hellen Panke.

Jul 17

Neuerscheinung “Gemeinsam die Hände dreckig machen. Aktionsforschungen im aktivistischen Kontext urbaner Gärten und kollektiver Kartierungen”

Das BucGemeinsam die Hände dreckig machenh “Gemeinsam die Hände dreckig machen. Aktionsforschungen im aktivistischen Kontext urbaner Gärten und kollektiver Kartierungen” von Severin Halder ist in diesen Wochen beim transcript Verlag erschienen. Mehr Informationen zum Buch gibt es hier. Das Buch kann auf dreckigehaende.de ebenfalls kostenlos heruntergeladen werden. Eine Präsentation zum Buch gibt es am Donnerstag, dem 19. Juli 2018 um 19.30 Uhr beim Allmende-Kontor auf dem Tempelhofer Feld. Im Anschluss an die Präsentation wird der Film “Farming Maputo” gezeigt. Das gesamte Programm ist auf der Webseite des Allmende-Kontors online.

Jun 24

Neuerscheinung: Dritte Auflage vom “Handbuch Kritische Stadtgeographie”

Beim Verlag Westfälisches Dampfboot in Münster ist vor wenigen Tagen die dritte, überarbeitete und stark erweiterte Auflage des “Handbuchs Kritische Stadtgeographie” erschienen. Das Buch bietet eine grundlegende Einführung in verschiedene Konzepte, Methoden und Handlungsfelder einer Kritischen Stadtgeographie. Wie schon bei den Auflagen zuvor, ist “Kritische Geographie Berlin” auch dieses Mal wieder mit mehreren Beiträgen am Buch beteiligt. Neu ist der Eintrag “Tourismus”, den mehrere Mitglieder von “Kritische Geographie Berlin” gemeinsam verfasst haben. Das Inhaltsverzeichnis des Handbuchs, das Vorwort zur dritten Auflage und die Möglichkeit zur Bestellung gibt es online beim Verlag.

Jun 18

Kiezspaziergang am 23.6.2018: Schulbau in Berlin: Konzepte, Konflikte, Kämpfe

Am Samstag, dem 23. Juni 2018 findet in der Reihe “Kiezspaziergänge” die Exkursion “Schulbau in Berlin: Konzepte, Konflikte, Kämpfe” statt. Die Berliner Schulen sind das größte Infrastrukturprojekt der nächsten 10 Jahre. Um die massiven Schäden infolge Jahren des Sparens zu beheben und neue Kapazitäten zu schaffen, plant der Berliner Senat eine Schulbauoffensive im Umfang von 5.5 Milliarden Euro – mehr, als einst für den BER geplant. Die Realisierung soll gemeinsam mit der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE erfolgen. Das hat weitreichende Folgen. Kritische Stimmen mahnen, dass Schulbau durch eine GmbH rein finanzpolitischen Erwägungen folgt, dass Verträge, die die Bezirke etwa 30 Jahre als Mieter an sich binden, nicht öffentlich einsehbar und Möglichkeiten der Beteiligung gefährdet sind. Die Exkursion geht vom Herrmanplatz über den Campus Rütli, eine aufgegebene Schule am Görli und die ehemalige Gerhard-Hauptmann-Schule vorbei am Google-Campus zur kritischen Volksinitiative “Unsere Schulen”.

In Kooperation mit Naturfreunden e.V. Berlin. Kosten 2,50, Naturfreunde frei

 

Datum: 23.6.2018
Treffpunkt: Auf dem Hermanplatz
Zeit: 13.00 Uhr
Dauer: 1,5- 2 h
Ansprechpersonen: Anika Duvenek

 

May 22

Kiezspaziergang am 26. Mai 2018: Mediaspree Reloaded – Neue Investorenträume, Profitversprechen und Konfliktzonen

Der große Protest um Mediaspree ist fast verstummt. Schrittweise füllen sich am nördlichen Spreeufer die letzten Baulücken, Teile der Mauerreste werden für Luxus-Wohnträume entfernt und die großen Investorenträume werden immer sichtbarer. Weiter südlich drängen neue Investitionspläne in die Kreuzberger Wohnkieze. Der Google Campus, Factory oder die Firmenzentrale von Deliveroo sind Manifestierungen einer neuen Arbeitswelt, die den Alltag der Stadt zunehmend bestimmt. Während Selbstverwirklichung, Flexibilität und Kreativität in der Industrie 4.0 angepriesen werden, bedeutet sie auf der Kehrseite oft Entgrenzung, Deregulierung und Ausbeutung. Gleichzeitig gefährdet der Run auf die existierenden Gewerbeflächen die langjähige Mieterschaft und verdrängt dort soziale Projekte, Künstlerateliers und Bildungseinrichtungen. Mit diesen neuen Akteuren im Kiez müssen sich nicht nur Proteste um Recht auf Stadt-, Wohn- und Gewerberaum, sondern auch Arbeitskämpfe komplett neu formieren.

Als Erweiterung der vergangenen Stadtspaziergänge zur Media Spree wollen wir in diesem Jahr an verschiedenen Stationen zwischen Spree und Landwehrkanal die aktuellen Ausprägungen neuer Arbeitsformen und Kämpfe um Arbeit sowie die künftigen Auswirkungen auf die Kieze diskutieren.

 

Veranstalter: Kritische Geographie Berlin e.V. und Naturfreunde Berlin e.V. 

Kosten 2,50 €, Naturfreunde frei

Datum: 26.05.2018
Treffpunkt: Treffpunkt: U-Bhf. Schlesisches Tor (May-Ayim-Ufer unter der Roten Laterne)
Zeit: 13:00 Uhr
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Ansprechpartner*innen: Valentin Domann und Nils Grube

Kontakt für Fragen und Anmerkungen:

valentin.domann@hu-berlin.de oder disurbanism@gmail.com

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