Apr 18

Kiezspaziergang am 29.4.2017: dérive périphérique – den berliner rand druchstreifen

In der Tradition dieser situationistischen Praxis möchten wir den Berliner Stadtrand durchstreifen – und die von der Bauweise und den tradierten Praktiken aufgezwungenen Bahnen und Muster des durchorganisierten Alltags im Märkischen Viertel durchbrechen. Das dérive erweist sich dabei immer wieder als eine Praktik der anderen Raumwahrnehmung und Raumbenutzung.

Mit dem offenen Exkursionsformat des dèrive wollen wir uns gemeinsam (und in kleineren Gruppen von 2 – 5 Leuten) die Umgebung spielerisch aneignen und uns neue Erfahrungen mit den urbanen Landschaften ermöglichen und noch unbekannte Begierden wecken.

Mehr Infos findet ihr hier.

Veranstalter: Kritische Geographie Berlin e.V. und Naturfreunde Berlin e.V. 

Kosten 2,50 €, Naturfreunde frei
Datum: 29.04.2017
Treffpunkt: U-Bhf. Wittenau (Ausgang Wilhelmsruher Damm, vor dem Kaugummiautomaten)
Zeit: 11:00 Uhr (!)
Dauer: ca. 3 Stunden (!)
Ansprechpersonen: Martin Schinagl
Lukas Schliephake
Katja Thiele

Apr 04

Konferenz am 11./12.05.2017: “Touristified everyday life”

Am 11. und 12. Mai findet am Georg Simmel-Center for Metropolitan Studies in Berlin die internationale Konferenz Touristified everyday life – mundane tourism: Current perspectives on urban tourism statt. Sie wird von der Forschungsgruppe ‘New Urban Tourism’, angesiedelt an der Humboldt-Universität zu Berlin, organisiert und beschäftigt sich mit den komplexen Wechselverhältnissen von Stadt, alltäglichen Praxen und Tourismus.

Die Registrierung läuft noch bis 20.04.2017. Nähere Informationen dazu findet ihr hier.

Das komplette Programm als PDF gibt es hier.

Mar 19

Kiezspaziergang am 25.3.2017: Die City West als Erinnerungslandschaft von gestern

Die Wahrnehmung von Berlin als “historisch”, die Diskussion über Erinnerungspolitik,  der Bau großer Mahnmale, Symbole und Denkmäler – all dies hat in den letzten 25 Jahren den Blick auf die “City Ost” fokussiert. Aber Erinnerungspolitiken gab es auch schon vorher und anderswo. Auf dieser Tour durch die “City West” wollen wir diese anderen Projekte anderer Erinnerungen untersuchen und den gegenwärtigen Umbau der City West in diesem Kontext diskutieren. Gibt es eine spezielle “Westerinnerung”, die dort sichtbar wird? Oder verschiedene Stränge, Konflikte und Verortungen innerhalb dieser Erinnerungen?

 

Veranstalter: Kritische Geographie Berlin e.V. und Naturfreunde Berlin e.V. 
Kosten 2,50 €, Naturfreunde frei
Datum: 25.03.2017
Treffpunkt: Treffpunkt: U-Bhf. Ernst-Reuter-Platz (Ecke Hardenbergstr.)
Zeit: 13:00 Uhr
Dauer: 2 Stunden
Ansprechperson: Ulrich Best

Feb 10

Kiez-Demo gegen Verdrängung in Kreuzberg am 25. Februar 2017

Verdrängung durch hohe Mieten und Luxussanierungen betrifft nicht nur Wohnungen, sondern auch Gewerbe. In Berlin-Kreuzberg sind aktuell das Haushaltswarengeschäft “Bantelmann” in der Wrangelstraße, das Café “Filou”, die Buchhandlung “Kisch & Co” in Oranienstraße sowie verschiedene Projekte und Mieter in der Lausitzer Straße 10/11 von Verdrängung bedroht. Das Bündnis Zwangssräumung verhindern ruft daher für Samstag, den 25. Februar 2017 zu einer Kiez-Demo gegen Verdrängung auf. Treffpunkt ist um 14 Uhr auf dem Heinrichplatz in Kreuzberg.

Feb 02

Forschungswerkstatt Kritische Geographie vom 15.-18. Juni 2017 in Bremen

Die mittlerweile siebente Forschungswerkstatt Kritische Geographie findet vom 15. bis 18. Juni 2017 in Bremen statt. Der AK Kritische Geographie Bremen freut sich über Vorschläge für Workshops, Panels, Exkursionen oder ganz andere Veranstaltungen. Mögliche Themen wären Postkoloniale Geographien, Kritische Stadtforschung, Geographie und Geschlecht, Anarchistische Geographien, Wissenschaft und Aktivismus, Kritische Didaktik, Critical Data Studies, Kritische physische Geographie, Degrowth, Migration und Flucht oder Neue Recht. Darüber hinaus ist die Forschungswerkstatt für weitere Themenvorschläge offen. Bis zum 31. März 2017 können Vorschläge an fowe17@kritischegeographiebremen.de geschickt werden. Weitere Informationen zur Forschungswerkstatt gibt es demnächst beim AK Kritische Geographie Bremen.

Feb 02

Feministisches Geograf_innentreffen 2017 in Hamburg

Das nächste Vernetzungstreffen zu Feministischen Geographien findet vom 27.-29.April 2017 in Hamburg statt. Das Treffen versteht sich explizit als offenes Treffen für alle Interessierten an feministischen Geographien (Studierende, Wissenschaftler_innen und alle anderen; es sind Personen jeden Geschlechts willkommen). Für das Treffen gibt es einen “Call for Ideas” und die Möglichkeit, sich anzumelden. Weitere Informationen und die Anmeldung gibt es hier.

Jan 25

Demonstration “Nuriye, Holm, Kalle – wir bleiben alle!” am 28. Januar 2017 in Berlin

Aus Protest gegen die Entscheidung der Humboldt-Universität, Andrej Holm zu kündigen, haben Studierende das Institut für Sozialwissenschaften besetzt.

holmbleibt

Im besetzten Institut gibt es täglich Veranstaltungen und Protestaktionen. Die Studierenden fordern nicht nur die Rücknahme der Kündigung von Andrej Holm, sondern auch bessere Bedingungen für kritische Lehre und Forschung sowie eine andere Stadtpolitik in Berlin.

Für Samstag, den 28. Januar 2017 rufen die Studierenden gemeinsam mit zahlreichen stadtpolitischen Initiativen zu einer Demonstration “Nuriye, Holm, Kalle – wir bleiben alle!” auf. Beginn ist um 13 Uhr auf dem Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte.

Kritische Geographie Berlin unterstützt den Aufruf zur Demo und ruft zur Teilnahme auf!

 

Jan 15

Stadtpolitische Initiativen: Gutes Regieren oder Basta-Politik? Holm muss Staatssekretär bleiben

Ungeachtet von mehr als 16.000 Unterschriften, breiter Unterstützung aus der Wissenschaft, vom internationalen Netzwerk “INURA” , von ehemaligen DDR-BürgerrechtlerInnen und von Studierenden der Humboldt-Universität hat der Regierende Berliner Bürgermeister, Michael Müller, die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen aufgefordert, Andrej Holm zu entlassen. Damit soll in Berlin weiterhin eine soziale Mieten- und Stadtentwicklungspolitik verhindert werden. Gegen die Entscheidung Müllers wenden sich mehrere Berliner stadtpolitische Initiativen mit der Erklärung “Gutes Regieren oder Basta-Politik? Holm muss Staatssekretär bleiben“. Kritische Geographie Berlin unterstützt die Erklärung und dokumentiert diese untenstehend.

Gutes Regieren oder Basta-Politik? Holm muss Staatssekretär bleiben

Am Sonnabend, dem 14.1.2016, hat der Regierende Bürgermeister Berlins die Stadtentwicklungssenatorin aufgefordert, Staatssekretär Dr. Andrej Holm zu entlassen. Diese Vorgehensweise ist eine Bankrotterklärung für Rot-Rot-Grün in Berlin.

Die letzten Wochen haben deutlich gemacht, dass nicht nur die Stadtgesellschaft, sondern auch die Koalition sehr unterschiedliche Einschätzung der Personalie Holm gibt. Mit einer Basta-Entscheidung ignoriert Müller diese Situation. Das ist nicht „Gutes Regieren“, sondern autoritär. Ein stadtpolitischer Neuanfang kann so nicht funktionieren.

Eine neue Wohnungspolitik braucht neues Personal. Nach jahrzehntelanger neoliberaler Politik in Berlin steht Andrej Holm für die Glaubwürdigkeit des verkündeten Politikwechsels. Wir fragen uns: Wenn der Senat schon in dieser Personalfrage einknickt, was sollen wir in den bevorstehenden harten Auseinandersetzungen mit der Immobilienlobby dann in Sachfragen von dieser Regierung erwarten?

Für die Aufarbeitung der DDR-Geschichte hat Andrej Holm in den letzten Wochen mehr getan, als Bürgermeister Müller in seiner ganzen Zeit als Politiker. Gerade dadurch, dass Holm sich einer öffentlichen Diskussion gestellt hat, wurde eine Debatte in Gang gebracht, die – bei aller Unterschiedlichkeit in der Einschätzung – der Komplexität von Geschichte gerecht wird. Die Teilung Berlins lebt nach wie vor in einer Vielzahl von Verletzungen, Wunden und Widersprüchen fort. Statt hier zu heilen, spaltet Müller ein weiteres Mal die ehemals geteilte Stadt Berlin. Seine Aufforderung steht für eine Politik von gestern, nicht für Sensibilität und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit der Geschichte.

Führungsstärke kann nicht durch autoritäre Entscheidungen bewiesen werden. Vielmehr ignoriert er getroffene Beschlüsse der Koalition und will eine einsame Entscheidung forcieren. Die zahlreichen Solidaritätsbekundungen der letzten Wochen haben gezeigt, dass nicht nur Mieten- und Stadtteil-Initiativen, sondern auch Wissenschaftler/innen und sogar ehemalige DDR-Oppositionelle und viele andere Andrej Holm als Staatssekretär behalten wollen. Über diese Stimmen darf ein Regierender Bürgermeister nicht einfach hinweg gehen.

Unterstützt von:
Bizim KiezInitiative MietenvolksentscheidInitiative 100% Tempelhofer FeldStadt von untenKotti & Co

Dec 23

Einsteigerseminar zu David Harvey am 21. Januar 2017

Gemeinsam mit der Hellen Panke/ Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin organisiert Kritische Geographie Berlin ein eintägiges Einsteigerseminar zu David Harvey, das in zentrale Begriffe und Konzepte einführt und deren politische Relevanz diskutiert. Teamer des Seminars ist Felix Wiegand vom Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Das Seminar findet am Samstag, dem 21. Januar 2017 von 11 bis 18.30 Uhr bei der Hellen Panke in der Kopenhagener Straße 9 statt. Weitere Informationen und das Programm des Seminars gibt es bei der Hellen Panke. Für die Teilnahme am Seminar ist eine vorherige Online-Anmeldung notwendig.

Dec 20

Offener Brief zu den Vorwürfen gegen Andrej Holm an den Senat von Berlin

In einem Offenen Brief solidarisieren sich über 350 WissenschaftlerInnen mit Andrej Holm. Kritische Geographie Berlin unterstützt den Brief und dokumentiert hier dessen Wortlaut:

Wir, Wissenschaftler_innen und Akademiker_innen der Gesellschafts- und Sozialwissenschaften sowie der Stadtforschung, begrüßen die Ernennung von Dr. Andrej Holm als Staatssekretär für Wohnen. Dass eine Diskreditierungskampagne gegen ihn, der in seiner wissenschaftlichen Arbeit die sozialen Folgen von Immobilienspekulation identifiziert und kritisiert hat, gestartet wurde, verwundert nicht. Diese Diskreditierungsversuche gegen seine Person müssen als der Versuch verstanden werden, eine Änderung der Stadt- und Wohnungspolitik zu unterbinden, noch bevor sie ausformuliert und angebahnt werden könnte.

Der international anerkannte Wissenschaftler Dr. Andrej Holm, hat erheblich dazu beigetragen, Wohnungsmarktdynamiken und die Folgen der Abkehr von sozialen Wohnungspolitiken zu verstehen. Nicht nur im akademischen Feld hat er sich so einen Namen gemacht, seine Expertise wurde auch in öffentlichen Debatten nachgefragt. Er wurde als kritischer Beobachter von Segregations‑ und Verdrängungsprozessen genauso wie aufgrund seiner konstruktiven Reformvorschläge geschätzt. Zugleich hat er sich als Berater und Fürsprecher von Mieter_inneninitiativen exponiert. Sein Eintreten für die Geschädigten der bisherigen Stadtpolitik ist ein Zeugnis dafür, dass er seine Forschung seit Jahren in den Dienst sozialer Gerechtigkeit stellt. Die Humboldt-Universität zu Berlin sollte in dieser Hingabe und politischen Verantwortung ein Bekenntnis zur Demokratie erkennen, wie es klarer nicht sein könnte.

Ob Andrej Holm beim Ausfüllen seiner Einstellungsunterlagen für die HU Berlin bewusst Tatsachen verschwiegen hat oder sich nicht an seine genauen Anstellungsverhältnisse als 18jähriger erinnern konnte, können wir nicht wissen. In keinem Fall sollte die Humboldt-Universität sich aber politisch instrumentalisieren und damit indirekt vor den Karren der Immobilienwirtschaft spannen lassen.

Als Wissenschaftler_innen ist es für uns unerträglich, diesen Umgang mit einem unserer Kollegen beobachten zu müssen. Einen Umgang, der offensichtlich versucht, einen Bruch in Andrej Holms Biographie zu instrumentalisieren, um einen politischen Wandel zu verhindern. Der Berliner Regierungskoalition bleibt nur zu wünschen, dass sie nicht auf Andrej Holms Expertise und sein soziales Engagement verzichtet und nicht vor dem Druck derjenigen, die von Immobilienspekulation profitieren, einknickt. Denn die neue politische Kultur, die sich die rot-rot-grüne Koalition wünscht, kann nur auf Kompetenz und Engagement beruhen, die Andrej Holm unter Beweis gestellt hat.

Die Liste aller unterzeichnenden Personen und Organisationen ist auf der Webseite der Zeitschrift “suburban” einzusehen.

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